SGL: Niederlage in der Trauer

(rkü) Die „Roten Teufel“ der SG Leutershausen kehren ohne Punkte von ihrem Gastspiel beim SC DHfK Leipzig zurück. Bei den Sachsen verloren sie 32:21 (16:8). Das Ergebnis war an diesem Tag aber ohnehin nur Nebensache: Bei der Abfahrt nach Leipzig hatte die Mannschaft die Nachricht erreicht, dass Team-Betreuer Helmut Probst am Morgen nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben war. Der „SGLer mit Leib und Seele“ – so Uli Roth – wurde 66 Jahre alt. Die Mannschaft trug während des Spiels Trauerflor. In der Partie bekamen die Leutershausener den Verlust ihres Betreuers nicht aus den Köpfen. Die sonst oft unbeschwert und spritzig aufspielende Truppe schien zeitweise wie gelähmt.
Nur in den ersten fünf Minuten präsentierten sich die „Roten Teufel“ in der Arena Leipzig als ebenbürtiger Gegner. Sie führten 2:3, ehe ein Doppelschlag der Gastgeber das Spiel drehte. Fortan lief bei den Bergsträßern kaum noch etwas zusammen. Der schwere Tag hatte sichtbar Spuren hinterlassen. Die Rothemden wirkte zuweilen unkonzentriert, es fehlten Esprit, Schnelligkeit und Kreativität im Spiel – doch wer wollte es ihnen verdenken? Immer wieder scheiterten sie an Leipzigs starkem Keeper Henrik Tovas und mussten in schnell vorgetragenen Gegenstößen Gegentore hinnehmen. Bis zur 11. Minute zogen die Hausherren auf 8:4 davon. Eine Auszeit brachte der SGL nur kurzzeitig Erfolg. Zwar verkürzte sie den Abstand zunächst, dann aber traf sie zwischen der 13. und der 25. Minute überhaupt nicht mehr – eine aggressiv eingestellte Leipziger Abwehr vereitelte viele Aktionen der Badener. Dagegen kamen die Sachsen weiter vor allem über Konter zu Treffern: 14:6 stand es knapp fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte. Mit 16:8 ging es in die Kabinen.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit agierte Leutershausen agiler, erhöhte das Tempo. Damit verhinderte die Truppe von Marc Nagel, dass Leipzig sich noch weiter absetzte. Bis Mitte der zweiten Hälfte fielen auf beiden Seiten gleich viele Tore. Erst gut zehn Minuten vor Ende der Partie vergrößerten die Hausherren die Distanz zu den Gästen noch einmal merklich – auch begünstigt durch zwei Zeitstrafen gegen Prestel und Conrad sowie die damit verbundenen Siebenmeter. Die Sachsen steuerten ungefährdet ihrem neunten Heimsieg entgegen. Der Endstand: 32:21.