[AKTUALISIERT] Sinsheim: Baden-Württemberg nimmt 1.300 Flüchtlinge aus Ungarn auf

Baden-Württemberg wird mehr von den über Ungarn nach Deutschland kommenden Flüchtlingen aufnehmen als bisher angekündigt. Einer Mitteilung des Staatsministeriums zufolge sollen 1.300 Menschen im Land verteilt werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilt sollen 200 Flüchtlinge nach Sigmaringen und 100 nach Sasbachwalden gebracht werden. 100 Asylbewerber werden in Donaueschingen erwartet und 400 in Sinsheim. Heidelberg soll 300 Menschen aufnehmen.

Die Mitteilung des Staatsministeriums von 16:43 Uhr im Wortlaut:

„Von den an der bayerischen Grenzen erwarteten 10.000 Flüchtlingen wird Baden-Württemberg 1300 Flüchtlinge aufnehmen. Gegen 22 Uhr heute Abend werden 900 der insgesamt 1300 Flüchtlinge am Hauptbahnhof in Stuttgart ankommen und von dort aus weiter auf das Land verteilt werden.“ (rk)

Ursprungsmeldung von 14 Uhr:

Baden-Württemberg will bis zu 910 Flüchtlinge aufnehmen, die zunächst in Ungarn aufgehalten wurden und nun nach Deutschland kommen. Das sagte der Chef der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski, am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Regierungen Österreichs und Deutschlands hatten sich am Freitag darauf verständigt, die Migranten einreisen zu lassen. Nach Murawskis Angaben werden an der bayerischen Grenze bis zu 7000 Flüchtlinge aus Ungarn erwartet. Davon nehme Baden-Württemberg nach dem Königsteiner Schlüssel, einem bundesweiten Verteilschlüssel, bis zu 910 auf.

Es werde versucht, die Menschen in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) unterzubringen, sagte Murawski. Reiche dies nicht, werde die geplante Flüchtlingsunterkunft in der bisherigen Hochschule für Polizei in Wertheim (Main-Tauber-Kreis) vorzeitig aufgemacht. Das Personal soll über die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk mobilisiert werden – und zwar per Katastrophenalarm. (lsw)