Sinsheim: Flüchtlinge aus Stuttgarter Notunterkunft ziehen in Messehalle

Rund 100 Flüchtlinge haben am Mittwoch ihre Notunterkunft in den Nebengebäuden der Stuttgarter
Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Richtung Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) verlassen. Dort sollen sie in der schon mit 700 Flüchtlingen besetzten Messehalle, wieder einer Notunterkunft, unterkommen. Die
restlichen 400 Asylsuchenden, die an der Schleyer-Halle Mitte August Unterschlupf gefunden haben, sollten noch am Mittwoch umgesiedelt werden, sagte ein Sprecher des Integrationsministeriums.

Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht hatte sich , wie berichtet, gegen eine weitere Notunterkunft gewehrt. Die Stadt beherrberge bereits die meisten Flüchtlinge im Kreis. Er kritisierte außerdem Integrationsministerin Bilkay Öney, die die Stadtverwaltung bei einem Bescuh wenige Tage zuvor nicht über die Zuweisung weiterer Asylbewerber und die Einrichtung einer Notunterkunft auf dem Messegelände informiert habe.(mf/lsw)