Sinsheim: Hunderte Flüchtlinge erreichen erschöpft den Südwesten

Per Bus und per Bahn sind am Sonntag Hunderte Flüchtlinge in Baden-Württemberg eingetroffen. 559 Asylsuchende kamen in der Nacht in acht Bussen nahe Ulm über die deutsch-österreichische Grenze. Sie wurden nach Sinsheim, Stuttgart, Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Sasbachwalden (Ortenaukreis) gebracht. Sigmaringen hält sich bereit. Zuvor war von 15 Bussen und 750 Flüchtlingen die Rede gewesen. Das Integrationsministerium hat diese Zahlen korrigiert.

Per Bahn kamen am Vormittag dann noch weitere 88 Flüchtlinge mit einem ICE aus München. Die Regierung von Oberbayern rechnete damit, dass im Laufe des Tages noch 1200 geflüchtete Menschen in drei Zügen aus Salzburg ankommen.

126 Flüchtlinge fanden Unterschlupf in einem früheren Altenpflegeheim der Caritas. Auch hier mussten die Zahlen nach unten korrigiert werden, zuerst war von rund 150 Flüchtlingen die Rede gewesen. Zwei Menschen kamen gleich ins Krankenhaus. «Sie haben eine dramatische Nacht hinter sich», sagte Christian Schneider, Vizepräsident des Regierungspräsidiums. Zwei bis vier Menschen teilten sich in der Caritasunterkunft ein Zimmer, Feldbetten und Schlafsäcke seien für sie in großer Eile aufgebaut worden. «Die Wohlfahrtsverbände machen einen tollen Job», sagte Schneider.