Spaceflight

Quelle: NASA

 WAS IST RNF-SPACEFLIGHT?

"RNF-Spaceflight" ist eine Video - und Datenplattform im Programm von Rhein-Neckar Fernsehen. Das TV-Angebot bedient sich zahlreicher Datenquellen in Echtzeit und bildet Themen & Projekte aus der Weltraumforschung kostenfrei an.
Als erster TV-Sender bundesweit wird das Rhein-Neckar Fernsehen ab Ende Oktober regelmäßig Full-HD Livebilder und Echtzeitdaten aus dem Weltall im Fernsehen und im eigenen Livestream senden. Weiterhin werden Aufnahmen von der Sonne und ihren Turbulenzen gezeigt und aus 200 Millionen Kilometern Entfernung überträgt der "Curiosity Rover" Fotos und Klimadaten vom Mars. Neue Entdeckungen mit dem Hubble-Teleskop werden - von den Forschern kommentiert - sofort gesendet, genauso wie Aufnahmen vom größten Radioteleskop der Welt (VLT) in Chile.
In Absprache und unter Beachtung der Nutzungsbedingungen der Behörden und Unternehmen aus den USA und Europa werden im Sekundentakt somit unterschiedliche Datenströme für das Fernsehen aufbereitet und als durchgängiges TV-Format angeboten. Mit "RNF-Spaceflight" soll das Interesse an der Erforschung von Weltall und der Erde gefördert werden.
Das Format ist ohne Werbeeinblendungen/Unterbrechungen on Air und soll nach Sendestart auch Bildungseinrichtungen in ganz Europa angeboten werden. Rhein-Neckar Fernsehen hat sich mit dem Format "RNF-Spaceflight" für das EU-Projekt "Space Awareness" beworben.

PROJEKT-TRAILER

RNF-SPACEFLIGHT


WELTRAUMFORSCHUNG IM REGIONALFERNSEHEN?

Sind Livebilder aus dem Weltall, Daten vom Mars oder Beobachtungen von der Erde in der regionalen Berichterstattung richtig platziert? Gegenfrage: wo denn? Sind Auswertungen der globalen Klimaforschung und die Frage nach dem Leben im All, der Bewohnbarkeit anderer Planeten ein Thema für nationale oder internationale Sender?
Für ein paar Stunden am Tag werden wir in Kürze diese Fragestellung beantworten: mit "RNF-Spaceflight", einer komplett neuen Darstellung von Themengebieten rund um Weltraum und Erde. Lernen wir beides ein Stück weit interessanter kennen und wecken gemeinsam das Bewusstsein für das Übermorgen, das die Weltraumforschung schon heute auf der Tagesordnung hat. Das ist das Ziel unseres Formats "RNF-Spaceflight".
Dennoch gibt es für RNF auch aus regionaler Sicht Ansatzpunkte, das Thema "anzupacken": zahlreiche Unternehmen aus der Europäischen Metropolregion sind auf der Internationalen Raumstation ISS und am Boden mit zukunftsweisenden Projekten vertreten. Das europäische Tor zum Weltraum, das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumbehörde in Darmstadt, liegt nur 17 km von der Metropolregion entfernt und RNF wird die Sichtbarkeiten der ISS über dem Himmel der Metropolregion Rhein-Neckar regelmäßig melden.
"RNF-Spaceflight" ging im Dezember 2016 in die Planungsphase - ein Team des Rhein-Neckar Fernsehens machte sich auf den Weg, Möglichkeiten der Beschaffung und Darstellung zugelieferter Daten aus der ganzen Welt umzusetzen. Die Quellen waren bekannt und nicht unbedingt neu. So betreibt der Bayerische Rundfunk seit längerem mit "RNF-Spacenight" ein erfolgreiches TV-Format, das in der Nacht die schönsten Bilder aus dem Weltall zusammengeschnitten auf Sendung gibt. Doch RNF hatte von Beginn an einen anderen Ansatz: der Anspruch war, ausschliesslich Livesignale zu senden. Bewegtbilder, Fotos und Telemetriedaten, auch wenn kurze "Sendepausen" aufgrund des Erdschattens oder einer Nachtphase (45 Minuten) einkalkuliert werden müssen.
Das Konzept ging schon vor Sendestart auf - zahlreiche Institutionen und Bildungseinrichtungen zeigten Interesse an der Übernahme eines zukünftigen RNF-Livestreams.

Quelle: DLR

DIE METROPOLREGION RHEIN-NECKAR IM WELTRAUM

Die Europäische Metrolpolregion Rhein-Neckar ist mit zahlreichen Projekten in der Weltraumforschung beteiligt. So liefert zum Beispiel die SAP in Walldorf mit einer Cloud-Plattform die optimale Analyse von Satelliten-Daten und die BASF unterstützte ein Schülerprojekt mit dem Titel „V3PO“. Im Februar 2017 wurden mit der "SpaceX CRS-10 Mission" Pflanzenstecklinge und deren Wurzeln zur Internationalen Raumstation (ISS) geflogen, um deren Verhalten in der Schwerelosigkeit zu erforschen. Dadurch erhofft man sich nicht nur neue Erkenntnisse in das Pflanzenwachstum im All, sondern auch eine Inspiration für neue Wege und Möglichkeiten, Nahrung anzubauen. Heidelberg Engineering ist ein Medizingerätehersteller für augendiagnostische Untersuchungen - eines der Geräte des Heidelberger Unternehmens ist Teil der Ausstattung auf der Internationalen Raumstation (ISS).In regelmäßigen Abständen untersucht sich die Crew der ISS mit unserem Produkt (Spectralis) selbst, um mögliche Veränderungen an Augen zu erkennen und zu dokumentieren.

 

Sendezeiten im TV-Programm von RNF

MO-FR -> 16:05 - 17:00 Uhr
SA-SO -> 17:30 - 18:00 Uhr
SO -> 00:30 - 03:00 Uhr
MO-SA -> 01:30 - 03:00 Uhr
MO-SO -> 04:30 - 07:00 Uhr
 
Empfangbarkeit RNF (FullHD)
Das 24h-Programm von RNF ist in allen Kabelnetzen der Metropolregion Rhein- Neckar frei empfangbar, auch bundesweit über das  IPTV-Angebot der Telekom („Magenta Zuhause“). Der RNF-Livestream ist wie folgt abrufbar: Satellit Astra und DVB-T2 (Kanal „Lokal TV“), im Web über www.rnf.de, auf allen Smartphones und Tablets, auf TV-Sticks und Boxen von Amazon FireTV, bei Apple TV und auf Smart TV-Geräten der Marken Samsung, Sharp, Philips und Sony.

 

 
Ausschnitte aus dem TV-Angebot "RNF-Spaceflight"

(Screenshots)


Quelle: ESA
Die Außenstation der Menschheit. 400 km über der Erde fliegt die Internationale Raumstation ISS mit über 27.000 km/h über uns hinweg, immer von West nach Ost. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Astronauten bewohnt.
Die ISS ist ein gemeinsames Projekt der US-amerikanischen NASA, der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA, sowie der Raumfahrtagenturen Kanadas CSA und Japans JAXA. In Europa sind die Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Spanien beteiligt. Im Jahre 1998 wurde dazu ein entsprechendes Abkommen für den Bau der Raumstation unterschrieben.
Sollte die Station nicht mehr weiter betrieben werden, ist ein gezielter Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Südpazifik geplant. Damit soll unter anderem Weltraumschrott vermieden werden, es soll aber auch sichergestellt werden, dass die Reste der Station über unbewohntem Gebiet niedergehen. Am 8. Januar 2014 gab die NASA bekannt, dass die Station nach Absprache mit den internationalen Partnern bis mindestens 2024 weiter betrieben werden soll.

"SPACE WALK" 400 KM ÜBER DER ERDE

Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ist regelmäßig auch "außer Haus" tätig. Die Astronauten sind dann in der Schwerelosigkeit fast 6 Stunden im Einsatz. Reparaturen und Installationen für neue Projekte in einer Geschwindigkeit von mehr als 27.000 km/h über der Erde.
Faszinierende Bilder in der "RNF-Spaceflight".

 

Quelle: NASA
Die Internationale Raumstation umkreist die Erde mit hoher Geschwindigkeit. Circa 90 Minuten braucht die ISS, um die Erde einmal zu umrunden. Dabei wechseln sich die Tag- und Nachtphasen mit jeweils 45 Minuten ab. "RNF-Spaceflight" sendet immer live, d.h. die Überflüge zur Nachtzeit können dann im TV auch einen schwarzen Bildschirm bedeuten. Dennoch bleiben Telemetriedaten und Funkverkehr immer online. RNF zeigt in verschiedenen kartografischen Darstellungen die genaue Position und verrät den Bewohnern der Metropolregion Rhein-Neckar, wann genau die Raumstation über Mannheim zu sehen ist. Dabei ist vor allem die sogenannte Elevation wichtig, d.h. der Winkel vom Horizont aus gemessen. Ab 60 ° ist eine Sichtbarkeit vor allem in Städten und im ländlichen Gebiet mit Bergen realistisch. RNF-Spaceflight zeigt genau wann und wie lange die Sichtbarkeit stattfindet.

 

ARBEITSALLTAG AUF DER ISS

Blitze im Schlaf und Pizza an der Decke
Der Alltag in der Umlaufbahn bringt viele Besonderheiten mit sich: Der Orientierungssinn wird auf eine harte Probe gestellt. Viele Arbeiten, die auf der Erde recht schnell und problemlos ausgeführt werden können, erweisen sich in Schwerelosigkeit als kompliziert und mühsam. Und auch beim Essen und Schlafen ist vieles anders als auf der Erde. Viele Astronauten berichten davon, dass sich im All der Geschmackssinn ändert. Was beim Probe-Essen vor dem Start noch ganz lecker war, schmeckt plötzlich in Schwerelosigkeit nicht mehr so gut – und umgekehrt. Offenbar ist ein Effekt, der sich im Körper abspielt, dafür die Ursache: Denn die Schwerelosigkeit führt dazu, dass sich die Körperflüssigkeiten – Blut und auch Gewebeflüssigkeit in den Zellen – im Organismus anders verteilen. Sie werden jetzt nicht mehr durch die Schwerkraft nach unten gezogen, was auf der Erde zu einer ausgewogenen Verteilung vom Kopf bis zu den Füßen führt. Sondern sie sammeln sich verstärkt im Oberkörper an. Da ist dann etwas zu viel Flüssigkeit vorhanden und im unteren Körperbereich zu wenig. Deshalb haben Astronauten während des Fluges oft etwas aufgeschwemmte Gesichter und dünne Beine – sie nennen das selbst „Storchenbeine“. Das aber hat wiederum zur Folge, dass die Schleimhäute in Mund und Nase wie bei einem Schnupfen etwas angeschwollen sind. Und wenn man eine Erkältung hat, schmeckt bekanntlich manches oft anders oder weniger intensiv als sonst. Viele Astronauten jedenfalls bevorzugen im All eher würziges Essen. Das einzige Problem besteht dann nur noch darin, Löffel und Gabeln festzuhalten – und natürlich immer schön darauf zu achten, dass die Pizza nicht unbemerkt zur Decke schwebt...
Quelle: NASA
Quelle: NASA
Quelle: NASA
Viele Astronauten berichten erst später darüber, was sie mit geschlossenen Augen sahen: Lichtblitze! Sie hatten das zuerst verschwiegen, weil sie fürchteten, die Ärzte könnten es für ein Anzeichen von Stress halten und sie für fluguntauglich erklären. Schließlich stellte sich aber heraus: Die „Blitze“ waren keine Einbildung. Sie entstehen, weil ab und zu elektrisch geladene Teilchen, die die Sonne aussendet, auf die Netzhaut des Auges treffen. Hier unten auf dem Boden sind wir davor durch das Magnetfeld der Erde geschützt. Im All aber durchdringen diese Teilchen die Wände des Raumschiffs und auch unseren Körper. Deshalb werden Astronauten auch regelmäßig untersucht, um sicher zu sein, dass sie dadurch keine gesundheitlichen Schäden erleiden.
Immer wieder wird gefragt, wie die Toilette an Bord einer Raumstation funktioniert. Die Antwort ist recht einfach: Die Bordtoilette funktioniert wie eine chemische Toilette auf der Erde – mit dem kleinen Unterschied, dass ein leichter Unterdruck dafür sorgt, dass alles sofort abgesaugt und die Umgebungsluft nicht verunreinigt wird. Außerdem wird der Urin gesondert gesammelt und anschließend so gefiltert und bearbeitet, dass daraus Wasser – übrigens in Trinkwasserqualität – zurückgewonnen wird. [Quelle: DLR]
Sport in der Schwerelosigkeit (Quelle: NASA)
Haare waschen in der Schwerelosigkeit (Quelle: NASA)
Der Aufbau der Internationalen Raumstation ISS (Quelle: NASA)
"RNF-Spaceflight"ist mit der ISS direkt verbunden. Wir empfangen nicht nur TV-Signale sondern auch Telemetriedaten direkt aus den Modulen. Wasserverbrauch, Innentemperatur oder Messwerte der Photovoltaik, also der Stromerzeugung.
Quelle: SenseData

Quelle: NASA
Wir sehen den roten Fixstern aus 150 Millionen Kilometer Entfernung, die Sonde SOHO (Solar Heliospheric Observatory) ist noch 1,5 Millionen Kilometer näher am Objekt. SOHO ist ein stationäres Observatorium, das die Sonne von ihrem tiefen Kern aus durch die äußere Atmosphäre - die Corona - und den Bereich des Sonnenwind betrachtet und untersucht. Die in "RNF-Spaceflight" abgebildeten Messwerte zeigen - mit einer Verzögerung von nur 2 Stunden - die Strahlungsstromdichte, also die Leistung der elektromagnetischen Energie an der Oberfläche. Die Sonnenatmosphäre (in mehreren Wellenlängen dargestellt) misst Temperaturen zwischen 60.000 und 1 Mio. Grad Celsius. 
Quelle: ESA
SOHO wurde am 2. Dezember 1995 gestartet. Das SOHO-Raumfahrzeug wurde in Europa unter der Gesamtleitung der ESA gebaut. Die zwölf Instrumente an Bord wurden von europäischen und amerikanischen Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Ingenieurteams und mehr als 200 Unternehmen und Behörden unterstützten die Entwicklung der Instrumente und die Vorbereitung von Operationen und Datenanalysen. Die NASA war für den Start und jetzt für den Einsatz in der Mission verantwortlich. Große Radio-Teller auf der ganzen Welt, die das NASA Deep Space Network bilden, werden für Daten-Downlink und Steuerung verwendet. Die Mission Control sitzt im Goddard Space Flight Center in Maryland.
Quelle: NASA
Die Sonnenaktivität ist in Spaceflight in unterschiedlichen Darstellungen zu beobachten. Mit der Sonnenaktivität werden zyklisch veränderliche Eigenschaften der Sonne bezeichnet, die mit den Turbulenzen ihres extrem heißen Gases und laufenden Änderungen des Magnetfeldes zusammenhängen. Diese Aktivität zeigt sich am auffälligsten in wechselnder Häufigkeit der Sonnenflecken. Unser Darstellung zeigt das Wechselspiel der Sonnenflecken sowie unregelmäßige Gas- und Strahlungsausbrüche (Flares), Änderungen im Sonnenwind, vereinzelte geomagnetische Stürme und Protonenschauer, und die riesigen Gasfontänen der Protuberanzen. Die Sonnenaktivität ist verantwortlich für Ereignisse des Weltraumwetters und wirkt sich direkt auf Satelliten, aber auch auf technische Einrichtungen auf der Erde aus. Sie beeinflusst darüber hinaus das interplanetare Magnetfeld, das Erdmagnetfeld, die Ionosphäre und damit die Ausbreitung der Radiowellen und die Polarlichter. RNF arbeitet zur Zeit an einer kartografischen Darstellung der Polarlichter in Nordeuropa (in Echtzeit).

Quelle: ESA
Seit ewiger Zeit beschäftigt sich der Mensch mit dem Mars als mögliche Heimat außerirdischen Lebens - aber auch als nächstes Ziel einer bemannten Mission in den nächsten Jahrzenten. Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. Sein Durchmesser ist mit knapp 6800 Kilometer etwa halb so groß wie der der Erde, sein Volumen beträgt gut ein Siebtel des Erdvolumens. Damit ist der Mars nach dem Merkur der zweitkleinste Planet des Sonnensystems, hat jedoch eine ausgeprägte Geologie und die höchsten Vulkane des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 228 Millionen Kilometern ist er rund 1,5-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Der Mars wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisenoxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche und in der dünnen CO2-Atmosphäre verteilt hat. Seine orange- bis blutrote Farbe und seine Helligkeitsschwankungen sind auch verantwortlich für seine Namensgebung nach dem römischen Kriegsgott Mars. Der Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die 1877 entdeckt wurden: Phobos und Deimos (griechisch für Furcht und Schrecken).
Quelle: ESA
Das Auge von "RNF-Spaceflight" auf dem Mars ist der Curiosity Rover. Er ist ein Teil der NASA Mars Science Laboratory Mission und der größte, leistungsfähigsten Rover, der jemals zum Mars geschickt wurde. Es startete am 26. November 2011 und landete auf dem Mars am 5. August 2012. Eine Frage stand und steht im Mittelpunkt: hat der Mars die richtigen Umgebungsbedingungen für kleine Lebensformen wie Mikroben? Der Curiosity Rover fährt über Marsoberfläche, um z.B. Felsen zu erforschen, in der der Mars das mikrobielle Leben beherbergen konnte.
Ausgestattet ist der Rover mit insgesamt 4 Kameras, die uns zur Verfügung stehen. Die atemberaubend schnelle Übertragungszeit der Fotos beträgt für die 230 Millionen Kilometer nur 6 Stunden

KLIMADATEN LIVE

Die NASA liefert uns Temperatur, Luftdruck und Sonnenzeiten vom roten Planeten. Auch hier liegt die Verzögerung bei "nur" 6 Stunden. Natürlich sind die Klimabedingungen - und Auswirkungen anders als auf der Erde: zum Beispiel haben Stürme auf dem Mars wegen der sehr dünnen Atmosphäre eine wesentlich geringere Kraft als Stürme auf der Erde. Während des Aphels (Punkt der Umlaufbahn, an dem die Erde am weitesten von der Sonne entfernt ist) bilden sich in der Atmosphäre Wolken aus Wassereis, die ihrerseits mit den Staubpartikeln interagieren und so die Temperatur auf dem Planeten beeinflussen.

 

Quelle: NASA
Wolken über dem Mars (Quelle: NASA)
Meteoritenfund auf dem Mars (Quelle: NASA)

DAS VERY LARGE TELESKOPE (VLT)

ist das Vorzeige-Observatorium der europäischen bodengebundenen Astronomie zu Beginn des dritten Jahrtausends und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt. Es besteht aus vier Hauptteleskopen (engl. Unit Telescopes, kurz UTs) mit je 8,2 Metern Spiegeldurchmesser und vier beweglichen 1,8m-Hilfsteleskopen (engl. Auxiliary Telescopes, kurz ATs). Die Einzelteleskope können zu einem gigantischen Interferometer zusammengeschaltet werden, dem VLT-Interferometer (VLTI). Mit dem VLTI lassen sich am Himmel 25 Mal feinere Details auflösen als mit jedem einzelnen der Hauptteleskope. Dazu muss das Licht der Teleskope allerdings über ein komplexes unterirdisches Spiegelsystem so zusammengeführt werden, dass sich die Weglängen der einzelnen Lichtanteile über 100 Meter um nicht mehr als einen Tausendstel Millimeter unterscheiden. Doch die Präzision lohnt sich: mit dem VLTI lassen sich Aufnahmen mit einer Winkelauflösung von Tausendstel Bogensekunden erstellen. Das entspricht der Trennung der zwei Scheinwerfer eines Auto in der Entfernung des Mondes.
Die 8,2-Meter-Hauptteleskope können auch als Einzelteleskope genutzt werden. Jedes davon kann bei einer Belichtungszeit von einer Stunde Bilder von Himmelsobjekten dreißigster Größe aufnehmen – das sind Objekte, die vier Milliarden mal schwächer leuchten als alles, was das menschliche Auge noch ohne Hilfsmittel wahrnehmen kann.
Die Hauptteleskope tragen die Namen AntuKueyenMelipal und Yepun – in der Sprache des Mapuche-Volkes sind das die Bezeichungen für die Sonne, den Mond, das Sternbild Kreuz des Südens und die Venus als Abendstern.

VERY LARGE TELESKOP

IM PORTRAIT

Quelle: ESO
Quelle: ESO
Quelle: ESO
"RNF-Spaceflight" ist mit den LiveCams in Chile verbunden, wir zeigen Aufnahmen der Anlage live und können vom VLT aus direkt in den Sternenhimmel schauen. 
Die Teleskope der ESO in Chile haben auch aktuelle Meteoritenschauen im Visir
Credit: Y. Beletsky (LCO)/ESO

DAS HUBBLE-TELESKOP (HST)

"RNF-Spaceflight" ist mit der zentralen Datenbank der Astronomen verbunden.  Täglich erreichen uns die aktuellen Aufnahmen aus dem Weltraum, kommentiert von den Spezialisten der NASA, die im Auftrag eines Astronomen die Einstellungen und Aufnahmen vornehmen.
Quelle: NASA
Das HST (Hubble Space Telescope) umkreist seit knapp 10 Jahren die Erde täglich etwa 15 mal in einer Höhe von knapp 600 Kilometern. Es wurde im Aufrag der amerikanischen und europäischen Weltraumbehörden (NASA und ESA) gebaut. Jeder Astronom kann einen Antrag auf HST-Beobachtungszeit stellen, über den ein unabhängiges Gremium allein nach wissenschaftlichen Kriterien entscheidet. Die verschiedenen Instrumente ermöglichen Photometrie (Direktaufnahmen durch verschiedenen Filter) und Spektroskopie (Zerlegung des Lichtes in Farben bzw. einzelne Spektrallinien) im sichtbaren sowie im infraroten (IR) und ultravioletten (UV) Lichtbereich. Anders als Teleskope auf dem Erdboden kann das HST ungestört von der Erdatmosphäre in die Tiefen des Alls spähen. Dies hat drei Vorteile, die das Weltraumteleskop wissenschaftlich gegenüber bodengebundenen Teleskopen so wertvoll machen. Die Bilder sind etwa zehnmal schärfer. Hundertmal schwächere Lichtquellen können untersucht werden. Strahlung im IR- und UV- Bereich, die von der Erdatmosphäre stark behindert wird, kann im Weltraum genauso effektiv registriert und analysiert werden wie das sichtbare Licht. Das HST kann mit seinen fünf verschiedenen Instrumenten ganz unterschiedliche Arten von Beobachtungen durchführen. Der Hauptspiegel mit 2,4 Metern Durchmesser befindet sich etwa in der Mitte des Teleskopes. Er wirft das Licht auf einen kleineren Fangspiegel, der es dann - durch ein zentrales Loch im Hauptspiegel - auf die verschiedenen Lichtanalysegeräte bündelt. Sonnensegel versorgen das HST mit der nötigen Energie. Die digitalen Beobachtungsdaten werden dann über ein Antenne, die auch die Steuerbefehle empfängt, zur Erde gefunkt.
Die am Very Large Telescope eingesetzten Instrumente bilden zusammen eine der umfangreichsten Ausstattungen, die je für ein einziges Observatorien erstellt wurde. Am VLT kommen elektronische Kameras mit großem Gesichtsfeld ebenso zum Einsatz wie Kameras und Spektrografen, bei denen atmosphärische Störungen (das Funkeln der Sterne) durch die Technik der Adaptiven Optik ausgeglichen wird, oder Spektrografen mit hoher Auflösung und solche, die gleichzeitig das Spektrum mehrerer Objekte aufnehmen können. Die vorhandenen Instrumente decken dabei einen breiten Bereich des elektromagnetischen Spektrums ab, der von Ultraviolettlicht (ab einer Wellenlänge von 300 Nanometern) bis in den mittleren Infrarotbereich (bis zu einer Wellenlänge von 24 µm) reicht.
Pferdekopfnebel (Entfernung 1.300 Lichtjahre / Konstellation Orion Copyright: NASA, NOAO, ESA, Hubble Heritage Team (STScI / AURA)
Eine von nur zwei bekannten Spiralgalaxien, die sowohl massiv genug als auch nahe genug waren, um detaillierte Beobachtungen ihrer Coronas zu ermöglichen. Die Galaxie ist fast 150 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. NGC 6753 ist ein Wirbel der Farben - die blauen Explosionen in den Spiralarmen sind Regionen, die mit jungen Sternen gefüllt sind, die hell in ultraviolettem Licht leuchten, während rötliche Bereiche mit älteren Sternen gefüllt sind, die im kühleren Nah-Infrarot "versprühen". (Quelle: NASA/ESA)
IC 342 ist ein anspruchsvolles, kosmisches Ziel. Obwohl es hell ist, sitzt die Galaxie in der Nähe des Äquators der galaktischen Scheibe der Milchstraße, wo der Himmel mit glühenden kosmischen Gasem, hellen Sternen und dunklen, verdunkelnden Staub sehr dick ist. Eine Mischung aus heißen, blauen sternbildenden Gebieten, kühleren Gasbereichen und dunklen Gassen von undurchsichtigem Staub. (Quelle: NASA/ESA)
Das älteste Licht des Universums. Das NASA / ESA Hubble Weltraumteleskop beobachtete einen der massivsten bekannten Galaxienhaufen (RX J1347.5-1145) als Teil der Cluster-Objektiv- und Supernova-Vermessung mit Hubble (CLASH). Entfernung von der Erde: 5 Milliarden Lichtjahre (Quelle: NASA/ESA)
Dieses schillernde Innere einer der aktivsten Galaxien in unserer örtlichen Nachbarschaft (NGC 1569) ist eine kleine Galaxie, die sich etwa elf Millionen Lichtjahre entfernt - in der Konstellation von Camelopardalis (Giraffe) - befindet. Seit fast 100 Millionen Jahren hat NGC 1569 Sterne über 100 Mal schneller als die Milchstraße geschaffen! (Quelle: NASA / ASA)

BEOBACHTEN SIE MIT UNS DIE ERDE. LIVE IM FERNSEHEN.

Beispiele der grafischen Darstellung in "Spaceflight"

Windströme in den oberen Luftschichten
Wind und Temperatur am Südpol
Hurricane "Maria" (Sept 2017)
Feinstaub-Emissionen weltweit (<1 µm)

 

Quelle: Projekt Earth - Nullschool


Der Akkuschrauber hat seinen Ursprung in der Raumfahrt. Für ihn gab es seinerzeit eigentlich auf der Erde keinen Bedarf. Heute möchte ihn kein Handwerker oder Heimwerker mehr missen. Reparaturarbeiten an der Weltraumstation, wären in den klobigen Raumanzügen mit einem Schraubenzieher allerdings kaum auszuführen. Exakte Navigation und moderne Kommunikation sind ohne Raumfahrtforschung undenkbar. Ohne Raumfahrttechnologie wäre die Robotik nicht auf dem heutigen Stand. Grundgedanke dabei: Kein Mensch muss mühsam und teuer ins All fliegen für Arbeiten, die ein moderner Roboter ohne Probleme ausführen kann. Fotografieren, Gesteinsproben einsammeln, Messinstrumente bedienen.
Robotik - Roboter aus der Weltraumforschung Das Forschungsfeld Robotik ist beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angesiedelt. Erfolgreiche Entwicklungen wirken sich auf den künftigen Alltag und auf die wirtschaftliche Entwicklung der Robotik-Branche aus. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Robotik und Mechatronik lohnt sich für Firmen. Insbesondere flexibel programmierbare Industrieroboter für kleinere Unternehmen versprechen wirtschaftlichen Erfolg. Schon heute hilft Kollege Roboter in der Chirugie. Weltraumtechnologie für Roboterarme ermöglicht dem Leichtbauroboter Miro Eingriffe von höchster Präzision. 
Technologien und Dienste aus Raumfahrtanwendungen weit verbreitet. Fernsehen via Satellit ist eine Selbstverständlichkeit, Empfangsgeräte dafür kosten nicht viel. Kommunikationssatelliten verbinden Menschen weltweit. Satellitennavigationssysteme ermöglichen die moderne Verkehrsplanung und Logistik. Und Wettersatelliten erlauben immer bessere Wettervorhersagen. 
Raumfahrtförderung ist Wachstumsförderung: Die Raumfahrt hat für den Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland große strategische Bedeutung. Von der Raumfahrtforschung gehen entscheidende wirtschaftliche Impulse aus – und sie verbindet beinahe alle modernen Hochtechnologiebereiche. Ohne Übertreibung kann man sagen: Raumfahrtförderung ist Wachstumsförderung.
Deutsches Raumfahrtprogramm: Technologische und strategische deutsche Pläne werden in einem integrierten Raumfahrtprogramm umgesetzt. Mit der Hightech-Strategie investiert die Bundesregierung von 2006 bis 2009 insgesamt 3,6 Milliarden Euro in die Raumfahrtforschung. 762 Millionen Euro fließen in das Nationale Raumfahrtprogramm. Etwa 800 Millionen Euro sind für Raumfahrtforschung und Investitionen beim DLR vorgesehen. Die Raumfahrt ist damit größter Einzelbereich der Hightech-Strategie. 
Deutschland wichtiger europäischer Partner: Im Zeitraum von 2006 bis 2009 beteiligt sich Deutschland mit rund 2,3 Milliarden Euro an der Europäischen Weltraumorganisation European Space Agency (Esa). Diese Investitionen sind im internationalen Wettbewerb wichtig für den Innovationsstandort Deutschland. 
Produkte der Esa: Von Kourou in Französisch-Guayana startet das bekannteste und größte Produkt der Esa, die Trägerrakete Ariane. Für kleinere Nutzlasten wird die neue Trägerrakete Vega entwickelt. Für 2009 wird ein neuer Abschusskomplex für russische Sojus-Raketen vorbereitet. Die Esa arbeitet als europäischer Partner an der internationalen Raumstation ISS mit. Sie ist für Entwicklung und Betrieb des Weltraumlaboratoriums Columbus verantwortlich. Die Esa bildet europäische Astronauten aus und ist zuständig für das Satellitennavigationssystem Galileo und zahlreiche weitere Satellitenprogramme.
 
Stark durch gemeinsames Handeln: Das nationale Raumfahrtprogramm ergänzt oft Esa-Programme und -vorhaben. In der Raumfahrt wird die Stärke europäischer Kooperationen besonders deutlich. Gemeinsam haben die Partner eigene Kapazitäten und Kompetenzen entwickelt. Diese garantieren Entscheidungsfreiheit auf politischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene. Kein europäischer Staat könnte allein so erfolgreich sein.
Wachstum, das in den Sternen steht: Daten-, Verkehrs- und Warenströme nehmen weiter zu. Effizient zu bewältigen sind
die damit verbundenen Herausforderungen nur mit Raumfahrttechnologie. Für eine Exportnation wie Deutschland sind verlässliche satellitengestützte Dienste unverzichtbar: Zur Steuerung des Verkehrs zu Lande, auf See und in der Luft. Das macht die Raumfahrt zu einem strategisch bedeutenden Instrument für Wirtschaft und Politik.
Mit Galileo neue Märkte erschließen: Triebfeder etwa für den Aufbau von Galileo ist aber auch die Aussicht auf neue Märkte. Die Satellitennavigation und die aus ihr resultierenden Anwendungen sind große Wachstumsfelder. Nur wer hier wettbewerbsfähig ist, kann langfristig international mitmischen.
Luft- und Raumfahrt Technologiemotor für Deutschland: Die Luft- und Raumfahrt verbindet fast alle Hochtechnologien des Informationszeitalters: Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Werkstoff- und Regeltechnik. Die vergleichsweise kleine Branche ist von enormer strategischer Bedeutung. Gemessen an den Umsätzen sind die industriellen Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich höher als in allen anderen Branchen.