Speyer: Bistum erinnert an Kohls enge Verbindung zum Dom von Speyer

Nach dem Tod von Helmut Kohl hat das Bistum Speyer die enge Beziehung des Altkanzlers zum Dom der pfälzischen Stadt hervorgehoben. «Er hat sich in außergewöhnlicher Weise um den Erhalt des Speyerer Domes verdient gemacht und entscheidend dazu beigetragen, Menschen für den Dom zu begeistern», erklärte Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Freitagabend. Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei hat Speyer neben Ludwigshafen als möglichen Ort für einen Staatsakt zu Ehren Kohls genannt.

Kohl habe in seiner Amtszeit als Bundeskanzler zahlreiche ausländische Staatsgäste nach Speyer geführt, unter ihnen die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher, den sowjetischen Staatschef Michael Gorbatschow, US-Präsident George Bush und den spanischen König Juan Carlos. «Den Dom betrachtete er als Sinnbild für die christlichen Wurzeln eines geeinten Europas», erklärte der Bischof. Kohl habe sein Leben und seine Politik aus christlicher Überzeugung gestaltet. «Das Bistum Speyer und sein Domkapitel sind Helmut Kohl für sein Engagement für den Speyerer Dom außerordentlich dankbar.» (lrs)