Speyer: Ermittlungen gegen Ex-Lebenshilfe-Mitarbeiter eingestellt

Nach Vorwürfen gegen Mitarbeiter der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt wegen des Umgangs mit geistig behinderten Senioren sind die Ermittlungen eingestellt worden. Das teilte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, am Freitag mit. Zuerst hatte die Zeitung „Die Rheinpfalz“ darüber berichtet. Lebenshilfe-Vorstandschef Gerhard Wissmann zeigte sich erleichtert – dennoch sei der Umgang mit den Bewohnern nicht korrekt gewesen.
Die Strafverfolgungsbehörde war durch einen RTL-Bericht auf den Fall in einem Wohnhaus in Speyer aufmerksam geworden. Darin war zum
Beispiel zu sehen, wie ein behinderter Mensch zur Strafe in sein Zimmer gesperrt wird. Der Verein hatte daraufhin nach eigenen Angaben
vier Mitarbeiter entlassen. Ein weiterer habe gekündigt. Ermittlungen wegen des Verdachts der Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen einen 54-Jährigen seien eingestellt worden, weil es unterschiedliche Zeugenaussagen gegeben habe und der Verdacht sich nicht habe erhärten lassen, sagte Ströber. Ermittlungen gegen einen Mann und eine Frau wegen Beleidigung von Senioren wurden gegen Geldauflagen eingestellt. Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiterinnen des Senders unter anderem wegen übler Nachrede wurden eingestellt, weil mutmaßlich Betroffene keine Strafanträge gestellt.(dpa/lrs)