Speyer – Kirchenpräsident Schad: Kontakt zu Flüchtlingen suchen

In seiner Predigt zum Reformationstag am 31. Oktober ruft der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad zum Kontakt mit Flüchtlingen und Migranten und zum Abbau von Vorbehalten auf. «Laden wir sie in unsere Gemeindehäuser ein; feiern wir miteinander und beten wir für sie», sagt Schad laut dem vorab verbreiteten Redemanuskript zur Predigt in der Zweibrücker Alexanderskirche am Samstag. Im Anschluss daran ist ein Besuch der Flüchtlingsunterkunft auf dem Zweibrücker Flughafen geplant.

Das Reformationsfest sei ein Fest der Freiheit, sagte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz. Freiheit bedeute aber auch Einsatz für den Nächsten in Not. «Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes ist keine Ellbogenfreiheit. Wer von Freiheit redet und sich damit die soziale Verpflichtung vom Leib halten will, kann sich ganz bestimmt nicht auf den christlichen Glauben berufen», sagte Schad. Zugleich rief er dazu auf, Stammtischparolen entgegenzutreten.

Zu lange hätten auch Christen zugeschaut, wie sich in vielen Regionen der Welt Kriege ausbreiteten und Menschen zur Flucht gezwungen worden seien, sagte Schad. Er dankte denen, die den Flüchtlingen helfen: «So können wir für diese Menschen Heimat werden, damit sie bei uns neue Wurzeln schlagen.» (lrs)