Speyer: Marihuana-Pakete legen Spur zu mutmaßlichem Drogendealer

Der Fund zweier Pakete mit 900 Gramm Marihuana in Speyer hat eine Hausdurchsuchung und ein Strafverfahren gegen den Empfänger ausgelöst. Wie der Zoll mitteilte, fielen den Beamten die Pakete aus der Schweiz auf, weil sie beide an den gleichen Empfänger in Unterfranken adressiert waren. Bei einer Durchsuchung im Haus des Adressaten stellte die Zollfahndung zwei Cannabis-Plantagen mit 33 Pflanzen sicher sowie mehrere Waffen, darunter Schreckschusswaffen, Schlagstöcke und Wurfsterne. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt leitete ein Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Dazu könnte auch noch der Verstoß gegen das Waffengesetz kommen. Ob mit dem Marihuana Handel getrieben werden sollte, ist Bestandteil der Ermittlungen. Grob geschätzt liegt der Straßenverkaufswert eines Gramms dem Zoll zufolge zwischen fünf und zehn Euro. Demnach ist der Fund zwischen 4500 und 9000 Euro wert. Der Zoll entdeckte das Marihuana bereits Anfang September. Um die Ermittlungen nicht zu
gefährden, wurde der Fund erst jetzt öffentlich gemacht. /dpa/nih