Speyer: Neue Stiftung bietet Theaterstück gegen Krankheiten wie Burnout an

Mit Kulturprojekten in Unternehmen im Rhein-Neckar-Raum will die neugegründete Stiftung Kulturverrückt dazu beitragen, psychische Krankheiten wie Burnout zu vermeiden. Mit dem Theaterstück „Totalausfall“ sollten Impulse im betrieblichen Gesundheitsmanagement gesetzt werden, bevor es zum Ausfall von Mitarbeitern komme, teilte die am Freitag in Speyer gegründete Stiftung mit. Das Stück solle dazu anregen, bei psychischen Problemen schon frühzeitig mit Kollegen und Vorgesetzten zu reden. Jeder fünfte Arbeitnehmer erlebe seinen Arbeitstag als sehr belastend, jeder zehnte Arbeitnehmer sei wegen einer Depression krankgeschrieben, sagte die Vorsitzende der Stiftung, Birgit Fuchs. Viele Menschen litten unter der Verdichtung von Aufgaben und unter der Unsicherheit, ob ihr Arbeitsplatz überhaupt Bestand habe. Hinzu komme, dass an Depressionen oder Burnout Erkrankte von ihrer Umwelt ausgegrenzt würden. Ziel sei daher auch eine Entstigmatisierung von psychisch Kranken. Potenziell gefährdete Menschen könnten so den Mut gewinnen, zu ihrer Krankheit zu stehen.
Das Theaterstück „Totalausfall“ wurde vom Werkraum Karlsruhe inszeniert. Vorstellungen können von Unternehmen gebucht werden. (dpa)