Speyer: Pfälzer Kirchenchef leitet Delegation bei Ökumene-Gespräch mit Rom

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad übernimmt eine wichtige Funktion beim ökumenischen Dialog der beiden großen christlichen Kirchen in Europa. Der 57-Jährige wurde nach
Kirchenangaben vom Montag zum Delegationsleiter der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (Geke) bei den Konsultationsgesprächen mit dem Päpstlichen Rat berufen. Diese haben das Ziel, die Einheit der Christen zu fördern. Laut Geke führt der Päpstliche Einheitsrat erstmals mit einer regionalen Kirchengemeinschaft wie der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa sogenannte Konvergenzgespräche. Auf katholischer Seite hat der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann den Vorsitz. Bei dem 2013 begonnenen Dialog zwischen Protestanten und Katholiken geht es um das Kirchenverständnis. Schad zeigte sich zuversichtlich, dass bis Oktober 2016 erste Ergebnisse der Beratungen vorliegen und 2017 eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht werden kann. Darin soll es unter anderem auch um die Themen allgemeines Priestertum und Modelle der Kirchengemeinschaft im ökumenischen Dialog gehen. Schad wolle mit dem Papier anlässlich des Reformationsjahres 2017 einen
entscheidenden Impuls für die Ökumene geben, teilte die Evangelische Kirche der Pfalz mit. (dpa/lrs)