Speyer/Ludwigshafen: Kohl wird in Speyer begraben – nicht im Familiengrab in Ludwigshafen

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wird seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof in Speyer finden und nicht im Familiengrab der Kohls in Ludwigshafen. Das bestätigte der langjährige Vertraute Kohls, der frühere „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin in Rücksprache mit der Witwe Maike Kohl-Richter. Dies entspreche Kohls Wunsch, sagte Diekmann. „Er hat dies gemeinsam mit seiner Frau im Spätsommer 2015 entschieden, als es gesundheitlich wieder einmal sehr kritisch um ihn stand.“ Die grundsätzliche Entscheidung zeige seine seit der Kindheit bestehende Verbundenheit mit Speyer und dem Speyerer Dom.  Kohl war am Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. Voraussichtlich am 1. Juli soll der langjährige Kanzler und CDU-Vorsitzende mit einem europäischen Trauerakt in Straßburg geehrt werden. Direkt danach ist im Dom zu Speyer in Rheinland-Pfalz eine Totenmesse geplant.  Seine letzte Ruhestätte soll Kohl auf einem Friedhof finden, auf dem die Mitglieder des Domkapitels beigesetzt werden. Er befindet sich auf dem Gelände des alten Friedhofs der Stadt, nimmt aber nur einen Teil davon ein. Auf dem anderen Teil befindet sich der Konrad-Adenauer-Park.  Diekmann sagte, Kohls Grab werde auf dem eigentlich abgetrennten Gelände des Domkapitels sein, aber vom Adenauer-Park aus öffentlich zugänglich sein. (dpa)