Staatsanwaltschaft: Entscheidung zur Gasexplosion nicht mehr in 2015

Die Ermittlungen zur tödlichen Ludwigshafener Gasexplosion vom Oktober 2014 werden sich möglicherweise bis ins nächste Jahr ziehen. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber, sagte auf Anfrage, er rechne nicht damit, dass in diesem Jahr noch entschieden werde, ob es zu einer Anklageerhebung komme oder ob das Verfahren eingestellt werde. „Es laufen derzeit wesentliche Vernehmungen beim Ermittlungsrichter“, ergänzte er. Bei der Explosion einer Hochdruckgasleitung war am 23. Oktober vergangenen Jahres ein Mensch ums Leben gekommen, ein anderer wurde so schwer verletzt, dass er Wochen später starb. 22 andere erlitten ebenfalls Verletzungen. Der Schaden an Gebäuden und Autos wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Ermittelt wird gegen zwei Verantwortliche des Pipeline-Betreibers sowie gegen den Bauleiter und den Polier einer Baufirma, die die Leitung im Auftrag des Betreibers hatte freilegen sollen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft kam es zur Explosion, weil bei den Arbeiten Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Es besteht unter anderem
der Verdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. dpa/feh