Städtetag: Ludwigshafen: Viele Länder geben Hilfen für Flüchtlinge nicht weiter

Die Präsidentin des Deutschen Städtetages, Eva Lohse, erwartet von den Ländern mehr Hilfe für die Kommunen bei der Flüchtlingsintegration. Der Bund übernehme die flüchtlingsbedingten Kosten der Unterkunft und stelle den Ländern bis 2018 sechs Milliarden Euro für Integration zur Verfügung. „Aber viele Länder geben die Bundesmittel nicht an die Kommunen weiter“, sagte Lohse der Deutschen Presse-Agentur. Die  Städtetagspräsidentin, die auch Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen ist, kritisierte in diesem Zusammenhang „die klebrigen Hände der Länder“.
Mit Blick auf die Flüchtlingssituation in den Städten sagte Lohse, dank vieler Maßnahmen und gesunkener Flüchtlingszahlen habe sich die Situation 2016 deutlich entspannt. „Wir haben keine Krisensituation mehr, aber wir haben nach wie vor eine große Aufgabe zu schultern.“ Die Integration der Menschen mit Bleibeperspektive müsse im Mittelpunkt stehen. „Das ist eine große Gemeinschaftsaufgabe, für die man einen langen Atem braucht“, meinte Lohse. Weil die Kommunen vor Ort einen Großteil der Integrationsaufgaben zu erfüllen hätten, bräuchten sie dabei die Hilfe von Bund und Ländern, „und die fällt leider sehr unterschiedlich aus, das muss man schon sagen“.(dpa/lrs)