Stuttgart: 4000 neue Stellen für Inklusion behinderter Schulkinder?

Der gemeinsame Unterricht von behinderten
und nichtbehinderten Schulkindern erfordert laut einem
Zeitungsbericht langfristig fast 4000 neue Stellen für Lehrer und
Sonderpädagogen. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) kalkuliert
demnach für die Umsetzung der sogenannten Inklusion an
allgemeinbildenden Schulen rund 2600 Stellen und an beruflichen
Schulen knapp 800 Stellen ein. Das schreiben die „Stuttgarter
Nachrichten“ (Montag) unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des
Ministeriums.
Hinzu kämen rund 440 Lehrer, um das Defizit an Sonderschulen
auszugleichen. Weitere 50 Stellen müssten für die Abordnung von
Lehrern in die Schulverwaltung einkalkuliert werden.
Das Ministerium wollte dazu auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa
nicht Stellung nehmen. Die grün-rote Landesregierung plant, einen
Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht
mit nicht-behinderten Schülern gesetzlich zu verankern.
Dem Bericht zufolge ist ein stufenweiser Ausbau geplant. Für 2015
rechnet das Ministerium danach mit 927 neuen Stellen, für 2016 mit
weiteren 436. Die Privatschulen würden mit Zuschüssen berücksichtigt.
Für das Schuljahr 2014/15 sei eine Überbrückungsregelung mit 250
neuen Stellen geplant. (dpa/lsw)