SV Sandhausen: Heimniederlage gegen VfB Stuttgart

Der SV Sandhausen ließ am Ende die Köpfe hängen. Massiv hatten sich die Schwarz-Weißen gegen die Heimniederlage gestemmt, waren drauf und dran gewesen, doch noch den Ausgleich zu schaffen – und standen am Ende doch mit leeren Händen da. Mit 1:2 (0:1) unterlag die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak am Freitagabend im Stadion am Hardtwald dem großen Aufstiegsfavoriten VfB Stuttgart.

Stuttgarts Neuzugang Simon Terodde erzielte sein erstes Tor für den VfB (39. Minute), Kapitän Christian Gentner traf früh zum 2:0 (65. Minute) vor der Rekordkulisse von 13 083 Zuschauern. Der Anschlusstreffer gelang Andrew Wooten (76.). „Das war über 90 Minuten ein unglaublich hartes Stück Arbeit“, sagte VfB-Trainer Jos Luhukay. „Man hat heute wieder gesehen, wie schwer es ist, die Favoritenrolle anzunehmen. Aber das hat die Mannschaft heute gut gemacht und darauf bin ich stolz.“ In die Länderspielpause verabschieden sich die Schwaben nun mit sechs Punkten nach drei Spieltagen in der 2. Liga und halten damit den Kontakt zur Spitze. Sandhausen droht mit nur einem Punkt dagegen der Absturz ans Tabellenende. „Stuttgart kam zwei Mal vor’s Tor und war da unglaublich effektiv“, sagte SVS-Kapitän Stefan Kulovits. „Am Schluss ist uns die Zeit davon gelaufen.“

In einer langen Zeit ereignisarmen Partie war der Treffer von Terodde der erste Höhepunkt. Berkay Özcan, der erneut den Vorzug vor dem erst nach dem 2:0 eingewechselten Alexandru Maxim erhalten hatte, zirkelte einen Freistoß direkt auf den Kopf des Torschützenkönigs der vergangenen Saison. Nur kurz darauf hatten die Gastgeber Glück, dass Tim Knipping für sein Halten an Jean Zimmer nur mit Gelb statt Rot für eine mögliche Notbremse bestraft wurde. Zimmer musste danach blutend ausgewechselt werden.

Nach dem Seitenwechsel kam der SV Sandhausen zu seiner bis dahin besten Gelegenheit, doch Markus Karls Kopfball landete auf der Latte (52.). Gentners Treffer schien dann bereits die Vorentscheidung zu sein. Erneut leistete Özcan mit einem klugen Zuspiel in den Rücken der Abwehr die Vorlage. Andrew Wooten sorgte mit dem 2:1 (76.) dann
zwar noch mal für Spannung – das Tor war der Auftakt zu einer starken Sandhäuser Schlußphase -, aber die erfahrenen Profis aus Stuttgart retteten den Vorsprung über die Zeit. (wg/dpa)