SV Sandhausen: 0:3 gegen FSV Frankfurt „kleiner Genickschuss“

Der SV Sandhausen konnte sich dieses Mal nicht auf seinen Torjäger Andrew Wooten verlassen. Der Fußball-Zweitligist verlor am Sonntag nach einer schwachen Leistung verdient mit 0:3 (0:0) gegen den FSV Frankfurt und muss in der Tabelle nach der zweiten Niederlage in Folge wieder nach unten blicken. Wooten hatte zuvor in vier Spielen in Serie alle vier Tore der Kurpfälzer erzielt, ging gegen seinen Ex-Verein FSV aber leer aus.

Frankfurt beendete dagegen eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg und verließ das Tabellenende. Dank der Tore von Faton Toski (52. Minute),
Edmond Kapllani (64., Foulelfmeter) und Vincenzo Grifo (88.) verbesserten sich die Hessen auf den Relegationsplatz. „Die Leistung in der zweiten Halbzeit und das Ergebnis waren ein kleiner Genickschuss“, sagte Sandhausens Trainer Alois Schwartz. „Wir waren nach dem 0:1 nicht in der Lage, die Ruhe zu bewahren.“ SVS-Mittelfeldspieler Stefan Kulovits, der den Torschützen Kapllani vor dessen Elfmeter im Strafraum gefoult hatte, erklärte: „Dass wir uns nach unten orientieren und um den Klassenerhalt spielen, war hier jedem klar.“ Der Tabellenzwölfte müsse nun schauen, dass er in den kommenden Spielen wieder in die Spur komme.

Beide Teams leisteten sich vor 5012 Zuschauern im Hardtwaldstadion zunächst viele Fehlpässe und erspielten sich kaum Torgelegenheiten.
Besonders der FSV trat sehr verhalten auf, die Führung kurz nach der Pause kam daher überraschend: Toskis satter 13-Meter-Knaller zum 0:1 war der erste Schuss der Gäste auf das Sandhausener Tor. Erst danach wurde es etwas lebhafter. Als Kapllani mit seinem Strafstoß die
zweite Gäste-Chance zum zweiten Treffer des FSV genutzt hatte, fand Sandhausen kein Mittel mehr, um die Partie noch zu drehen. (dpa/lsw/wg)