SV Sandhausen: Nix zu holen gegen Freiburg

Aufstiegskandidat SC Freiburg hat mit einem 2:0 (0:0) im badischen Derby beim SV Sandhausen seine Ambitionen auf
eine direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga unterstrichen. Zwei Einwechselspieler sorgten am Sonntag für den ersten Sieg der Breisgauer nach zuvor zwei Niederlagen im neuen Jahr: MaximilianPhilipp erzielte bei seinem überraschenden Comeback nach längerer Verletzungspause die Führung (51. Minute). „Das hat ganz gut geklappt“, sagte der SC-Stürmer. Torjäger Nils Petersen machte mit seinem 16. Saisontreffer vor 8 500 Zuschauern im Hardtwaldstadion dann alles klar (84.).
Der Tabellenzweite Freiburg baute seinen Vorsprung auf den
Relegationsplatz auf jeden Fall bis zum Montagsspiel auf vier Punkte aus. Sandhausen kassierte seine erste Niederlage nach derWinterpause. „Wir haben alles reingeworfen“, erklärte Verteidiger Philipp Klingmann. „Ausschlaggebend waren schließlich die Standards.“ SVS-Innenverteidiger Damian Roßbach sah die Rote Karte, weil er den durchstürmenden Freiburger Florian Niederlechner im Strafraum mit der Hand zu stoppen versucht hatte (62.). Den fälligen Elfmeter schoss Vincenzo Grifo jedoch an den Innenpfosten.

Beide Mannschaften lieferten sich im ersten Durchgang eine
kampfbetonte Partie ohne spielerische Höhepunkte. Torchancen blieben Mangelware, da Sandhausen und Freiburg in der Defensive sehr gut standen und die gegnerischen Offensivkräfte nicht zur Geltung kommen ließen. Erwähnenswert waren allenfalls zwei Freiburger Gelegenheiten: Marc Torrejón verzog aus spitzem Winkel mit dem Rücken zum Tor jedoch (37.) und Niederlechner schoss knapp vorbei (45.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhten beide Teams den Druck. Vor allem die Gäste drängten auf das erste Tor. Niederlechner hatte zunächst Pech, weil SVS-Kapitän Stefan Kulovits seinen Schuss noch abblocken konnte (49.). Wenig später war es dann soweit: Nach einem Freistoß erzielte Philipp sechs Minuten nach seiner Einwechslung aus dem Getümmel heraus die Führung für Freiburg. Und Petersen unterstrich schon zwei Minuten nach seiner späten Hereinnahme eindrucksvoll seine
Torjäger-Qualitäten. Sandhausen wehrte sich auch in Unterzahl engagiert gegen die Niederlage, strahlte aber keine Gefahr bei seinen Angriffen aus. (dpa)