SV Sandhausen: Trainer Alois Schwartz geht nach Nürnberg

Alois Schwartz wird neuer Cheftrainer beim 1. FC Nürnberg. Der bisherige Coach des Zweitliga-Konkurrenten SV Sandhausen tritt bei den Franken die Nachfolge von René Weiler an. Der Schweizer ist zum belgischen Fußball-Erstligisten RSC Anderlecht gewechselt. „Alois Schwartz hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit in Sandhausen geleistet. In den Gesprächen haben wir schnell festgestellt, dass wir in die gleiche Richtung denken“, sagte Sportvorstand Andreas Bornemann am Samstag. „Er hat sich sofort für die Aufgabe hier in Nürnberg begeistert.“ Schwartz erklärte: „Ich wollte diese Chance beim Club unbedingt wahrnehmen, weil ich die Aufgabe hier sehr spannend und reizvoll finde.“ Er freue sich auf diesen Traditionsverein mit seinen einzigartigen Fans. Am Montag beginnt der 49 Jahre alte gebürtige Nürtinger seine Arbeit am Sportpark Valznerweiher. Co-Trainer bleibt nach Vereinsangaben Manuel Klökler.

Schwartz arbeitete seit Anfang Juli 2013 in Sandhausen. Er bedankte sich bei dem nordbadischen Verein „für drei tolle Jahre“. Schwartz erreichte am kleinsten Standort im deutschen Profifußball jeweils frühzeitig den Klassenverbleib. In Sandhausen hinterlässt der Abgang allerdings einen bitteren Nachgeschmack. „Wir sind alle sehr enttäuscht. Ein Tag vor Beginn der Saionvorbereitung von Bord zu gehen, nach all den Neuverpflichtungen und den ganzen Testspielterminen, die haarklein mit Schwartz abgesprochen waren, das ist fatal“, sagte SVS-Geschäftsführer Otmar Schork auf RNF-Anfrage. Über die Wechselmodalitäten vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Angeblich soll Nürnberg Sandhausen etwa 400 000 Euro Ablöse bezahlen. Das Auftakttraining am Sonntag (11.30 Uhr) wird der Trainer der U23-Trainer Kristjan Glibo leiten, zusammen mit Schwartz‘ Co-Trainer Gerhard Kleppinger und Torwart-Coach Daniel Ischdonat. „Wir werden bei der Suche nach einem Nachfolger keinen Schnellschuß machen“, versichert Schork, der am Freitag noch versucht hatte, den Fußball-Lehrer von seinen Nürnberg-Ambitionen abzubringen. Bis Samstagabend hatte Schork aber bereits zahlreiche Sondierungsgespräche hinter sich gebracht. Zu Namen möglicher Kandidaten wollte er sich nicht äußern. Zwischen den Zeilen ließ er aber durchblicken, dass unter Umständen auch Trainer aus der 3. Liga interessant sein könnten für die Schwarz-Weißen, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern. (dpa/wg)

RNF berichtet am Montagabend im RNF Sportreport.