SV Sandhausen: „Verdiente Niederlage“ gegen Düsseldorf

Sandhausen (dpa/lsw) – Die schlechteste Leistung der Saison hat dem
SV Sandhausen gegen Fortuna Düsseldorf eine verdiente Heimniederlage
beschert. Gegen den Bundesliga-Absteiger musste sich die Mannschaft
von Trainer Alois Schwartz am Donnerstag 0:3 (0:2) geschlagen geben.
„Ich muss zum ersten Mal in dieser Runde sagen, wir haben ein Spiel
verdient verloren. Aber weil das erst am 31. Spieltag ist, ist das
nicht so schlimm“, sagte Schwartz. Mit weiterhin 44 Punkten bleibt
der SVS zumindest bis Samstag auf Tabellenplatz sieben.
Bis zu der Partie am 31. Spieltag stellte Sandhausen noch die
zweitbeste Defensive der 2. Fußball-Bundesliga, musste vor 5750
Zuschauern im Hardtwaldstadion aber schon in den ersten neun Minuten
zwei Gegentore hinnehmen. Ben Halloran traf nach drei Minuten zum 1:0
für Düsseldorf. Michael Liendl vollendete kurz darauf einen Konter.
Sekunden zuvor hatte der SVS vergeblich einen Elfmeterpfiff von
Schiedsrichter Robert Hartmann gefordert.
Nach dem 0:2 ging Torwart Manuel Riemann auf seinen Mitspieler Seyi
Olajengbesi los. Erst schubste er den Innenverteidiger von hinten,
dann hatten beide Profis die Hand am Oberkörper des anderen. „Ich bin
Führungsspieler. Ich wollte die Mannschaft aufstacheln“, erklärte
Riemann die Aktion wegen „verschlafener zehn Minuten“. „Das war nicht
persönlich gegen ihn. Er stand halt am nächsten. Ich kann ja schlecht
zur Mittelinie rennen und jemand umgrätschen.“ Trainer Schwartz
kommentierte die Situation unaufgeregt: „Man muss sich auch mal im
Spiel die Meinung geigen können.“
Mit seinem zweiten Kontertor machte Liendl dann früh alles klar
(51.). Auf der Gegenseite musste Düsseldorfs Torwart Michael Rensing,
der anstelle von Fabian Giefer zwischen den Pfosten stand, nur selten
eingreifen. Die beste Gelegenheit vergaben Florian Hübner und Nicky
Adler bei einer Doppelchance (40.). Das 4:0 verpasste Liendl, als er
per Elfmeter an Torwart Riemann scheiterte (79.).
„Die frühe Führung hat uns geholfen. Wir wollten von Anfang an die
Initiative ergreifen und auch immer wieder Nadelstiche setzen. Ich
bin sehr zufrieden“, sagte Düsseldorfs Interimstrainer Oliver Reck.
Der erkrankte Lorenz-Günther Köstner fehlte auch in Sandhausen.
Düsseldorf rückte durch die drei Punkte bis auf einen Zähler an den
SVS heran.