SVS: Auswärtssieg im Erzgebirge

Der SV Sandhausen hat sich am 28. Spieltag der 2. Bundesliga mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue die Punkte 34 bis 36 gesichert und sich auf Platz acht der Tabelle vorgearbeitet. Das goldene Tor erzielte Alexander Bieler in der 74. Minute.

„Das war ein ganz wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Wir sind wieder einen Schritt vorangekommen. Die Mannschaft hat die Ausfälle gut aufgefangen, war wieder stabil und hat in 2015 bis jetzt elf Punkte auswärts geholt. Wenn die Mannschaft nicht nachlässt und so kompakt in den letzten sechs Spielen auftritt, sollten wir die nötigen Punkte holen, um am Ende über dem Strich zu stehen“, sagte Otmar Schork, Geschäftsführer des SVS.

Die Sonne über dem Sparkassen-Erzgebirgsstadion war zwischenzeitlich verschwunden – sie kam zurück und zeigte sich letztlich für die Gäste: Denn der SV Sandhausen hatte nach der Pause einige brenzlige Situationen zu überstehen, ehe der eingewechselte Bieler sein drittes Saisontor markierte. Nach einer Ecke köpfte der allein gelassene Stipe Vucur aufs Sandhäuser Tor – allerdings zu zentral, sodass das Spielgerät eine leichte Beute für Torwart Manuel Riemann wurde (51.). Der 26-Jährige im Tor der Gäste verlängerte für die Seinen wenig später mit einer Glanztat das Remis: Selcuk Alibaz trat einen sehenswerten Freistoß, den Riemann ebenso sehenswert noch an die Latte bugsierte, bevor Denis Linsmayer den Ball aus der Gefahrenzone lenkte (55.). Als Schönfeld im SVS-Strafraum auftauchte, hatten die meisten der 9.250 Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Doch der Auer schloss zu unplatziert ab und fand in Riemann seinen Meister (73.).

So füllte Bieler die Joker-Rolle bestens aus und profitierte von einem Abpraller. Linsmayer spielte Aziz Bouhaddouz im Strafraum hoch an. Der Ball prallte vom Rücken des Auers René Klingbeil als Vorlage Bieler vor den Fuß, der satt vollstreckte.

Im ersten Durchgang hatte es bis zur 17. Minute gedauert, bis Stefan Mugosa im Nachgang eines Fernschusses von Patrick Schönfeld für die erste einigermaßen gefährliche Szene mit einem Kopfball stand. War der Versuch noch kein Problem für Riemann, hätte der SVS-Schlussmann bei Mugosas zweiter Kopfball-Chance neun Minuten später keine Abwehrgelegenheit mehr gehabt. Der Ball ging knapp am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite musste sich Torhüter Martin Männel bei einem Kopfstoß von Solomon Okoronkwo ganz lang machen (41.). Beinahe hätte der Nigerianer bei seinem Ex-Klub eingenetzt. Am Ende feierten die Sandhäuser dennoch den dritten Auswärtsdreier 2015. (svs/wg)