Trotz Bombenentschärfung in Landau wird das Reptilium nicht geräumt

Wenn am Samstag  in Landau eineWeltkriegsbombe entschärft wird, verlassen nicht alle Anwohner den Sicherheitsbereich – etwa 1000 von ihnen bleiben in ihrem Quartier.Es sind die „Bewohner“ des Reptiliums, des größten deutschen Reptilienzoos. Er liegt im Umkreis von 500 Metern rund um den Bombenfundort – in einem Gebiet, das für die Dauer der Entschärfung geräumt wird. Während die menschlichen Anwohner bis 12.30 Uhr das Feld räumen müssen, ist für Schlangen, Krokodile, Echsen und Schildkröten weiter ausharren angesagt. „Da wir ein öffentliches Gebäude sind, werden wir in der Zeit schließen, aber die Tiere können wir nicht evakuieren, es sind auch Gifttiere darunter“, sagt Geschäftsführerin Nadine Wünstel. Es ist auch nicht die erste Entschärfung, die die Tiere in ihren Glaskästen erleben. In den vergangenen Monaten wurden auf dem Landesgartenschaugelände in der Nähe des Reptilienzoos schon acht Blindgänger unschädlich gemacht – die Tiere blieben immer da. Für das Reptilium sind die Aktionen dennoch mit Unannehmlichkeiten verbunden. So habe man wegen der Aktion am Samstag beispielsweise einen Insektenkochkurs absagen müssen, berichtet Wünstel. dpa