Uniklinikum Mannheim: Endoskopische Eingriffe reduziert

Im Zuge des Hygieneskandals muss das Mannheimer Uniklinikum nach den Operationen nun auch Eingriffe wie Darmspiegelungen herunterfahren. Bis in die zweite Februarhälfte könnten nur Notfälle mit Endoskopen behandelt werden, teilte das Krankenhaus mit. Hintergrund sei unter anderem, dass der Zentralen Sterilgutversorgungs-Abteilung noch ein spezielles Reinigungs- und Desinfektionsgerät fehle. Endoskope sind schlauchartige Untersuchungsinstrumente mit Minikameras. Die Zahl der klassischen OPs ist seit Oktober reduziert, inzwischen hat sie sich laut Krankenhaus aber wieder weitgehend normalisiert. An Werktagen zähle das Klinikum normalerweise 30 bis 40 Eingriffe mit Endoskopen, sagte ein Sprecher. Für die Notfälle gebe es ausreichend Kapazitäten. Derzeit werde die Infrastruktur zur Reinigung und Desinfektion der Endoskope verändert und neu aufgebaut. Das Uniklinikum steckt mitten in der Neuorganisation, seit das Regierungspräsidium Karlsruhe im Oktober Hygienemängel festgestellt hatte. dpa/feh