Walldorf: Behinderter Junge wiederholt 4. Klasse

Der Fall des behinderten Schülers Henri ist vorerst gelöst. Die Eltern des Jungen mit Down Syndrom erklärten, ihr Sohn werde im kommenden Schuljahr die vierte
Klasse der Grundschule in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) wiederholen. Bislang wollten sie ihn aufs Gymnasium schicken, stießen aber auf Ablehnung. Die Lehrergewerkschaft GEW bezweifelt, ob ein neues Schulgesetz solche Konflikte verhindern kann. Die von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) angekündigte Reform zugunsten der Inklusion steht noch aus. Henris Eltern hatten vergeblich dafür gekämpft, dass ihr Sohn nach der Grundschule mit seinen Freunden auf dasselbe Gymnasium wechselt. Die Schule lehnte das ab. Auch die Hoffnungen der Eltern, Minister Stoch würde den Beschluss des Gymnasiums aufheben, erfüllten sich nicht. Der Entschluss sei im Einvernehmen mit dem staatlichen Schulamt, der zuständigen Sonderschule und dem Rektor der betroffenen Grundschule erfolgt.(dpa)