Walldorf/ Mannheim: Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften

Aus bislang unbekannten Gründen kam es in der Gemeinschaftsunterkunft in der Walldorfer Industriestraße zu einer Schlägerei zwischen rund 50 Flüchtlingen.  Bei Eintreffen mehrerer Polizeistreifen hatte sich die Situation beruhigt. Ein 26-jähriger Afghane war offenbar verletzt, aber nicht ansprechbar. Nach seiner notärztlichen Behandlung wurde er mit einem Rettungswagen vorsorglich zur Untersuchung in eine Klinik gebracht.

Mit einem Großaufgebot von über 30 Beamten war die Mannheimer Polizei am frühen Dienstagmorgen in einer  Gemeinschaftsunterkunft für Jugendliche in der Murgstraße im Einsatz. Nach den bisherigen Erkenntnissen randalierten darin gegen 2.30 Uhr sechs Jungs im Alter von 13-16 Jahren, zerschlugen Mobiliar und entleerten sämtliche Feuerlöscher. Bei einer Auseinandersetzung wurde ein 16-Jähriger von vier Verdächtigen geschlagen. Die beiden 13 und 14 Jahre alten Rädelsführer wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Auslöser der Geschehnisse dürfte die vorläufige Festnahme von zwei 16 und 17 Jahre alten Tatverdächtigen aus der Gemeinschaftsunterkunft sein, die wenige Stunden zuvor polizeilich in Erscheinung getreten waren. Gegen 00.30 Uhr hatte ein Zeuge beobachtet, wie drei Jugendliche laut grölend vom Alten Messplatz zum Alten Bahnhof zogen. Auf dem Parkplatz dort trat einer von ihnen, der später identifizierte 16-Jährige, die Heckscheibe eines BMW ein. Das Trio floh anschließend; zwei von ihnen konnte aber kurze Zeit später in unmittelbarer Nähe vorläufig festgenommen werden. Während der Verdächtige der Sachbeschädigung nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen bis zum Dienstagvormittag im Polizeigewahrsam verblieb, wurde sein 17-jähriger Kompagnon wieder auf freien Fuß gesetzt. Ob das bei ihm sichergestellte Handy aus einer Straftat stammt, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach der Rückkehr des 17-Jährigen in die Gemeinschaftsunterkunft war es dann zunächst zu Lärmbelästigungen und im Anschluss daran zu
der Randale und den Auseinandersetzungen gekommen. Das Haus des Jugendrechts hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
(pol/cag)