Weinheim: Hausverwalter wegen Mordversuchs vor Gericht

Wegen versuchten Mordes an seinen Mietern muss sich ein Hausverwalter vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Der 55-Jährige soll im Januar den Kamin eines Mehrfamilienhauses in Weinheim verschlossen haben. Weil die Rauchgase nicht abziehen konnten erlitten zwei Bewohnerinnen leichte Vergiftungen. Eine war wegen des Kohlenmonoxids eingeschlafen und wurde von ihrem Hund geweckt. Laut Anklage nahm der Mann billigend in Kauf, dass Menschen geschädigt oder gar getötet werden. Der 55-Jährige bestreitet das. Er habe den Kamin verschlossen, um die Bewohner zu zwingen, statt Kohle- oder Holzöfen die Elektroheizung zu benutzen. Das Urteil ist für den 19. Juli geplant.(mf)