Wirtschaftsstandort Mannheim auf der Hannover Messe stark vertreten

Die Hannover Messe zählt zu den wichtigsten Technologieereignissen der Welt.  14 Mannheimer Firmen – darunter große „Player“ und starke Spezialisten auf ihrem Gebiet – sowie die DHBW Mannheim stellen in diesem Jahr auf der weltweit größten Industrie- und Technologiemesse vom 13. bis 17. April aus. Der Besuch von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Bürgermeisterin Felicitas Kubala gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsförderung auf der Hannover Messe bot Gelegenheit, über neue wegweisende Technologien und Ideen ins Gespräch zu kommen und sich somit ein Bild von der wirtschaftlichen Stimmungslage und der Leistungsfähigkeit der Mannheimer Unternehmen zu machen. Weiterhin ergaben sich Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktivitäten am Wirtschaftsstandort Mannheim. „Zum Megathema in der Wirtschaft, der Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen, haben wir vor Ort sehr interessante Gespräche geführt. Dieser massive Umbruch beschäftigt die Unternehmen und fordert eine stärkere Zusammenarbeit unterschiedlicher Branchen der Wirtschaft und der Wissenschaft. In Mannheim werden wir diese Zukunftsvision aktiv mitgestalten und begleiten. In der Netzwerkinitiative „Smart Production Mannheim“ bündeln wir die lokalen und regionalen Kräfte und haben bereits konkrete Projekte gestartet. Mannheim soll eine führende Rolle in der Industrie 4.0 einnehmen“, resümiert der Oberbürgermeister.

„Integrated Industry – Join the network“ – unter diesem Motto macht die Messe den technologischen Sprung zur Industrie 4.0 erlebbar. Bei Industrie 4.0 geht es um mehr als die Verschmelzung von Produktion und IT. Der Umbau der Produktionsprozesse in Richtung einer vernetzten, integrierten Fertigung im Sinne von Industrie 4.0 soll die Wertschöpfung in Unternehmen deutlich steigern – und letztlich die Wirtschaft revolutionieren.

Rundgang über die Hannover Messe – Mit Mannheimer Unternehmern im Gespräch

Traditionell wurde der Rundgang mit einem Gespräch mit einem Mitglied der Messeleitung eröffnet. Götz Dörmann, Senior Vice President bei der Deutschen Messe AG, und Ralf Hocke, Geschäftsführer des in Mannheim ansässigen Dienstleisters Spring Messe Management, freuten sich, dass die Stadt Mannheim seit vielen Jahren die Messe besuche und damit ihre Verbundenheit mit den dort ausstellenden Mannheimer Industrieunternehmen bekunde. Grundsätzlich lasse sich eine sehr positive Grundstimmung feststellen, so Dörmann auf die Frage des Oberbürgermeisters nach der Einschätzung des Messegeschehens als „Konjunkturbarometer“.

Als Taktschläger beim „Internet of Things, Services and People“ zeigt ABB zahlreiche Neuheiten zur Produktivitätssteigerung. Mit dem Zweiarm-Roboter YuMi stellt ABB als Weltneuheit den ersten Industrieroboter vor, der gemeinsam mit Menschen in der Montage arbeiten kann. Dies ist der Beginn einer neuen Ära der Automatisierung. YuMi steht für „you and me – wir arbeiten zusammen.“ Das einzigartige Design ermöglicht erstmals eine enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, wodurch ganz neue Möglichkeiten für Kleinteilmontageprozesse entstehen. Hans-Georg Krabbe, neuer Vorstandsvorsitzender von ABB, empfing die Delegation am Stand.

Pepperl+Fuchs zeigt auf der Hannover Messse in der „Arena Sensorik 4.0“ wie smarte Sensoren als Teil des „Internet of Things“ arbeiten. Grundlage dazu ist die Verbindung von Sensoren mit netzwerkfähiger Kommunikation. Das Produkt SmartBridge nutzt solche erweiterten Kommunikationskanäle und macht aus handelsüblichen Smartphones und Tablets komfortable Bedieneinheiten für industrielle Sensoren.

Die MVV Energie AG stellt auf dem Gemeinschaftsstand der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) ihre Aktivitäten im Bereich von hocheffizienten und umweltfreundlichen Brennstoffzellen vor. Diese dezentrale Heiztechnologie, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt, wird im bundesweiten Projekt „Callux“ erprobt und zur Marktreife gebracht. MVV Energie beteiligt sich an diesem Projekt und hat seit 2008 insgesamt 28 dieser hochmodernen Geräte in Privathäusern und öffentlichen Gebäuden in Mannheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar installiert.

Alstom stellt richtungsweisende Lösungen für die elektrische Energieübertragung sowie für die On- und Offshore-Stromerzeugung vor und hält damit Antworten für die Anforderungen des dynamischen Marktes bereit. Die von Alstom entwickelte netzbasierte Batteriespeicherlösung, MaxSineTM eStorage, ermöglicht je nach Energiebedarf eine Erhöhung der Energieeffizienz sowie einen Ausgleich des Energieflusses in Echtzeit. MaxSineTM eStorage soll Instabilitäten im elektrischen Netz ausgleichen, die aufgrund der Volatilität der erneuerbaren Energien entstehen.