Wörth: Rassezuchtvögel an weniger gefährlichem Virus erkrankt

Die Vögel in einem Rassezuchtbetrieb in Wörth (Kreis Germersheim) sind nicht an dem derzeit grassierenden, besonders gefährlich Vogelgrippe-Virus H5N8 erkrankt. Vielmehr handele es sich um den weniger krank machenden Virustyp H5, teilte
das Umweltministerium am Mittwoch in Mainz mit. Ob die Tiere getötet werden, müsse der Landkreis entscheiden. Dabei müsse er bedenken, dass die Rasse- und Nutzgeflügelbestände in ganz Rheinland-Pfalz geschützt werden müssten.
Der Virus war bei 7 von 45 untersuchten Tieren des Rassegeflügelzuchtvereins Wörth nachgewiesen worden. Insgesamt hat
der Zuchtverein rund 540 Gänse, Enten und Hühner, zum Teil von sehr seltenen Rassen. Die sieben erkrankten Tiere leben noch mit den anderen Vögeln zusammen. „Die haben gar nichts, die sind topfit“, sagte Joachim Gottschang, Vorsitzender des Zuchtvereins in Wörth. Der Rassegeflügelzuchtverein will nicht, dass seine Tiere getötet werden und geht gerichtlich dagegen vor. Eine Entscheidung des zuständigen Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße sollte noch am Mittwoch oder am Donnerstag fallen. Der Germersheimer Landrat Fritz Brechtel (CDU) setzt sich für die Rettung zumindest der Vögel des Zuchtbetriebs ein, die rasch in Ställen untergebracht werden können. Das sei rund ein Drittel der Tiere, erklärte Brechtel.(dpa)