Worms: Gerichtsverfahren nach Silo-Explosion vor fünf Jahren

Fünf Jahre nach einer Silo-Explosion in Worms, bei der ein Feuerwehrmann ums Leben kam und mehrere verletzt wurden, hat der Fall ein gerichtliches Nachspiel. In dem Zivilverfahren klagt die Versicherung der Opfer und Hinterbliebenen gegen den Betrieb und seinen ehemaligen Werksleiter. Sie fordert 250.000 Euro Schadensersatz. Unter anderem deshalb, weil der Betrieb nicht ausreichend gegen Schwelbrände geschützt gewesen sei. Das Silo für Malz-Pellets war nach einem zweitägigen Schwelbrand explodiert. Die beklagte Firma wirft der Feuerwehr laut Gericht vor, die Explosion selbst verursacht zu haben. Statt mit Stickstoff habe sie den Brand mit Wasser löschen wollen. Ein Gutachter habe aber nicht nachweisen können, dass diese Löschmethode die Explosion verursacht habe.