Worms: Verschollene Inschrift der Synagoge soll für Öffentlichkeit zugänglich werden

Ein jahrhundertelang verschollen geglaubtes Fragment der Wormser Synagoge soll schon bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zu sehen sein wird es zusammen mit einem weiteren Teil der steinernen Stifterinschrift der Frauensynagoge in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums in Worms, sagte Irene Spille vom Institut für Stadtgeschichte. Bis Ostern sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die steinerne Inschrift war im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 beschädigt worden. Danach verschwand sie. Ein Fragment war im vergangenen Jahr überraschend in Schweden aufgetaucht, wohin es in den 1960er Jahren gelangt war. Im November 2013 wurde es dem Jüdischen Museum im Raschi-Haus in Worms als Geschenk angeboten.

Spille betonte, der Fund sei „mehr als ein Glückstreffer“. Für die gesamte jüdische Forschung im Hinblick auf den Unesco-Welterbeantrag für die Städte Speyer, Worms und Mainz sei es ein großer Glücksfall, dass dieser Teil der Inschrift überhaupt noch existiere. Zwar sei die 68 mal 68 Zentimeter große Inschrift noch nicht vollständig, doch sie hoffe, dass auch das letzte noch fehlende Fragment wieder auftauche. (dpa/lrs)