Zentralabitur für Rheinland-Pfalz gefordert

Abiturienten in Rheinland-Pfalz sollen künftig in Mathematik, Englisch, Französisch und Deutsch auch einheitliche Prüfungsaufgaben aus einem Pool der Bundesländer erhalten. Das berichtete die Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ am Dienstagabend in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD). Darauf habe sie sich mit Schulleitungen und Lehrerverbänden verständigt: „Alle stehen hinter diesem Ansatz.“ Hintergrund sei ein Beschluss der Bildungs- und Kultusminister vom Juni 2013. Um ein vergleichbares Abitur zu erreichen, sollen alle Länder für die vier Hauptfächer Aufgaben liefern. Diese werden vom Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen (IQB) mit Blick auf die bundesweit geltenden Bildungsstandards überprüft und in den Pool eingestellt, aus dem dann Prüfungsaufgaben ausgewählt werden können. Die Länder können die Pool-Aufgaben auch mit eigenen Aufgaben kombinieren. Für diesen Weg hat sich dem Bericht zufolge Rheinland-Pfalz ab dem Schuljahrgang 2016/2017 entschieden. „Die Schüler müssen sich keine Sorgen machen, dass Pool-Aufgaben schwieriger sind“, wird Ahnen zitiert. Rheinland-Pfalz ist das einzige Bundesland, in dem es kein Zentralabitur gibt. dpa