1.FC Kaiserslautern: Sechsstündige virtuelle Mitgliederversammlung – Zwei Neue in Führungsriege

Begleitet von sportlichen Abstiegssorgen und finanziellen Problemen der Muttergesellschaft haben die Mitglieder des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern auf der ersten virtuellen Jahreshauptversammlung der Vereinsgeschichte eine neue Führungsriege gewählt. Markus Merk, Rainer Keßler, Fritz Fuchs, Martin Weimer und Bernhard Koblischek bilden künftig den Aufsichtsrat des viermaligen deutschen Meisters. Zuvor wurden alle im  Geschäftsjahr 2019/20 tätigen Vorstandsmitglieder sowie die meisten
Mitglieder des alten Aufsichtsrats entlastet. Einzig Patrick Banf und Jochen Grotepaß wurde dies verweigert.

Im Fokus der weit über sechs Stunden währenden Versammlung am Freitagabend standen aber vor allem die finanziellen Schwierigkeiten des Eingetragenen Vereins, den nach der erfolgreich abgeschlossenen Insolvenz der Kapitalgesellschaft rund sechs Millionen Euro Verbindlichkeiten plagen. Allerdings sei der e.V. dank eines von der Saar-Pfalz-Invest GmbH gewährten Darlehens in Höhe von einer Million Euro für 2021 wirtschaftlich abgesichert. Die Investoren, die im vergangenen Jahr für rund elf Millionen Euro 33 Prozent der Anteile an der Kapitalgesellschaft erworben hatten, sollen im fünfköpfigen Beirat künftig zwei Plätze statt wie bisher einen Sitz erhalten.

Dafür ist aber eine Satzungsänderung nötig. Auch die sportliche Krise des FCK war Thema. 13 Spiele vor Saisonende droht dem Fritz-Walter-Club der Absturz in die Regionalliga. „Dass wir überhaupt noch Fußball spielen können, haben wir auch unseren Investoren zu verdanken. Wir sind nach wie vor sehr zuversichtlich, dass uns zusammen mit unserem neuen Trainer Marco Antwerpen der
Klassenerhalt gelingt“, sagte FCK-Geschäftsführer Soeren-Oliver Voigt. (mho/dpa)