1.FCK: Einstand nach Maß für neuen Trainer

Das war ein Einstand nach Maß für den neuen Trainer der schwächelnden Roten Teufel! Gestern abend schlug Fußball-Zweitligist 1.FC Kaiserslautern die SpVgg. Greuther-Fürth vor 19000 Zuschauern auf dem Betzenberg 3:0 (0:0) und landete damit im neunten Saisonspiel den ersten Sieg. Der neue Trainer Jeff Strasser hatte die Elf erst am Mittwoch übernommen und ihr „wieder das FCK-Gen eingepflanzt“, wie es ein Spieler nach dem umjubelten Sieg ausdrückte. Jeff Strasser hat ein perfektes Trainerdebüt gefeiert. Dreifachtorschütze Sebastian Andersson ließ die Fans jubeln. Er sorgte zwischen der 71. und 80. Minute für einen lupenreinen Hattrick. Der erste Saisonsieg sorgt erstmal für Beruhigung am Betzenberg. Jeff Strasser strahlte nach dem Erfolg über das ganze Gesicht, Torwarttrainer Gerry Ehrmann spurtete über den halben Platz und verschwand im Freudenknäuel. „Die Mannschaft hat sich heute belohnt. Sie wollte die Last ablegen. Das hat man gemerkt“, sagte Strasser. Für leichte Unruhe bei den Fans und Unverständnis im Umfeld des Vereins sorgte im Vorfeld ein Bericht des SWR über mögliche Konsequenzen für den Betzenberg, der im Falle eines Abstieges als Spielstätte vom Verein wohl nicht mehr finanzierbar wäre. Demzufolge beschäftigte sich der Stadtrat am Donnerstag mit dem Thema. Neben unterschiedlichsten Nutzungsmöglichkeiten gibt es demnach auch Gedanken über einen möglichen Abriss. „Für mich ist der Betze ein Denkmal. Denkmäler reißt man nicht ab. Das ist weit aus der Luft gegriffen. Der Betze wird bestehen bleiben“, sagte FCK-Idol Hans-Peter Briegel in der Halbzeitpause dem TV-Sender Sky. Der Besitzer, die Städtische Stadiongesellschaft, ist nach SWR-Informtionen verschuldet. (mho/dpa)