SV Waldhof: Vergleich mit Mannheimer Runde – „Basis für konstruktiven Dialog“

Der SV Waldhof Mannheim und acht ehemalige Sponsoren aus dem Kreis der Mannheimer Runde haben mit einem Vergleich ihren Rechtsstreit beendet. In diesem Vergleich wurden unter anderem die ausstehenden Forderungen der vergangenen zwei Saisons geregelt, heißt es in einer Erklärung des Fußball-Regionalligisten. Es wurde zudem schriftlich vereinbart, dass sich die von der Spielbetriebsgesellschaft beklagten Sponsoren für mindestens ein weiteres Jahr an den SV Waldhof binden. In der weiteren Zusammenarbeit soll es außerdem eine gemeinsame Veranstaltung geben, bei der sich der SV Waldhof, Mannheimer Unternehmen präsentieren wird. Diese soll den Angaben zufolge in den neuen VIP-Räumlichkeiten im Carl-Benz-Stadion stattfinden.

Auf Initiative von Investor Bernd Beetz und seinem Sohn Christian seien konstruktive Gespräche mit Thorsten Riehle (Vorstandsmitglied Mannheimer Runde e.V.) und Jens Hanreich (Vorstand Pro Concept AG) zustande gekommen. In diesen Gesprächen, an denen auch SVW-Geschäftsführer Markus Kompp, Aufsichtsratsmitglied Giovanni Bava und Marc Hauser (Anwalt der Mannheimer Runde) teilnahmen, wurde herausgearbeitet, dass die ehemaligen Sponsoren „nach wie vor eine große Sympathie für die Idee haben, den Fußball in Mannheim zu professionalisieren“, so Thorsten Riehle. Durch die neuen Gesprächspartner in der Spielbetriebsgesellschaft wurde das erneute Engagement der Sponsoren ermöglicht“, so Riehle, der die Einigung konzipiert und mit Sponsoren und Spielbetriebsgesellschaft verhandelt hat. Er ergänzt: „Für uns ist nach den Gesprächen wieder eine Basis vorhanden, miteinander in einen konstruktiven Dialog einzutreten.“ Rechtliche Auseinandersetzungen über die Auslegung von Verträgen seien für beide Seiten risikobehaftet und führten letztlich nicht dazu, das gegenseitige Vertrauen zu stärken.

„Der Schulterschluss ist ein deutliches Zeichen in die Mannheimer Wirtschaft und soll zugleich als Einladung für weitere Unternehmen in der Region verstanden werden. Gemeinsam mit der Unterstützung der Stadt und weiteren Unternehmen, wollen wir Mannheim wieder in den Profi-Fußball führen. Die gesamte Kurpfalz will den Profi-Fußball und hat es nach den vielen Jahren verdient.“, so ein optimistischer Bernd Beetz.

Die Mannheimer Runde bleibe trotz der Vereinbarung „klar positioniert“, heißt es in einer Mitteilung an die Mitglieder der Vereinigung. „Es kann keine Annäherung an den SVW geben, wenn nicht unser Konzept des Mannheimer Wegs verfolgt wird. Die Fokussierung auf einen Investor war und ist für uns nach wie vor der falsche Weg. Unser Konzept hatte eine breite finanzielle Basis durch den Mittelstand und die Verantwortung auf viele Schultern, insbesondere auf Persönlichkeiten der Mannheimer Gesellschaft, vorgesehen. Die Führung des Vereins hatte sich damals bewusst gegen unser Konzept entschieden, eine weitergehende Zusammenarbeit kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen. Wir berichten in RNF Life heute Abend. (wg)