1899: Erfolgreicher Start in die Saison

Sinsheim. Die TSG 1899 Hoffenheim hat erstmals seit vier Jahren wieder einen Auftaktsieg in der Fußball-Bundesliga gelandet. Das Team von Trainer Markus Gisdol kam am Samstag zu einem verdienten 2:0 (2:0) gegen den FC Augsburg, der damit nach dem frühen K.o. im DFB-Pokal auch den Liga-Saisonstart verpatzte. Vor 23 792 Zuschauern trafen Adam Szalai in der 33. Minute und Tarik Elyounoussi (35.) für die Hausherren, die letztmals 2010 mit einem 4:1 gegen Werder Bremen siegreich in eine Spielzeit gestartet waren. Allerdings gab es bei den Hoffenheimern vor allem in der Offensive noch viel Luft nach oben. Spielerisch lief wenig zusammen, so dass Chancen rar blieben. Dafür stand hinten die Null, was in der gesamten Vorsaison nur dreimal gelungen war. Vor allem der von Eintracht Braunschweig gekommene Ermin Bicakcic verlieh der Abwehr, die im Vorjahr 70 Gegentore kassierte, Stabilität.

Kurz vor dem Anpfiff bejubelten die TSG-Fans die Bekanntgabe der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Mittelfeldabräumer Eugen Polanski, der sich bis zum Sommer 2017 an Hoffenheim band. Diese Nachricht blieb in der ersten halben Stunde das einzig Positive aus Sicht der Gastgeber, die den von Gisdol angekündigten mutigen Offensivfußball über weite Strecken der zerfahrenen Partie schuldig blieben.

Die Gäste aus Augsburg erwiesen sich als der erwartet unbequeme Widerpart. In der Defensive standen die Schwaben mit zwei entscheidenden Ausnahmen sicher und vorne bemühte sich Tim Matav immer wieder darum, für etwas Gefahr zu sorgen. Der Neuzugang vom PSV Eindhoven verpasste in der 24. Minute mit einem herrlichen Direktschuss nur knapp die Führung. Die fiel dann überraschend auf der anderen Seite, als der von Schalke 04 gekommene Szalai nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus traf. Nur 120 Sekunden später lag der Ball zum zweiten Mal im FCA-Tor. Roberto Firmino bediente Elyounoussi, der aus Nahdistanz mühelos vollendete.

Der Schock bei den Gästen saß tief. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl bemühte sich nach dem Wechsel zwar um den Anschluss, blieb
in der Offensive aber viel zu harmlos. TSG-Torwart Oliver Baumann, der im Sommer für rund fünf Millionen Euro vom Ligarivalen SC Freiburg geholt worden war, musste erst in der Schlussphase sein Können zeigen. Einen Lupfer des eingewechselten Shawn Parker fischte er mit einer Glanzparade aus dem Eck. Hoffenheim beließ es in der zweiten Halbzeit weitgehend bei der Verwaltung des Vorsprungs. Die viel gerühmten Firmino und Kevin Volland, der noch nicht austrainiert wirkte, blieben vorne blass. Der Sieg geriet jedoch zu keiner Zeit in Gefahr. (dpa)