1899: Heimniederlage gegen Frankfurt – Fan-Wut wegen Musik

Eintracht Frankfurt entwickelt sich zum Angstgegner der TSG Hoffenheim: Zum Bundesliga-Rückrundenstart unterlagen die Kraichgauer den Hessen vor heimischer Kulisse in Sinsheim mit 1:2 (1:1). Mit dem vierten Dreier hintereinander gegen die TSG setzten sich die Hessen von der Abstiegszone ab. Der niederländische Stürmer Bas Dost (18. Minute) mit seinem fünften Saisontor und Timothy Chandler (62.) trafen für die überlegenen Gäste. Die Hoffenheimer hatten vor 29 610 Zuschauern nur ein Tor von Konstantinos Stafylidis (48.) zu bieten. Nach über dreimonatiger Verletzungspause und einer Schulteroperation stand Kevin Trapp bei der Eintracht wieder zwischen den Pfosten.

Unter den Zuschauern gab es einen Notfall. Das bestätigte  ein Club-Sprecher. Kurz nach dem
Anpfiff in der Sinsheimer PreZero Arena waren hinter der Gegentribüne Notarztwagen vorgefahren. Die Südkurve der Hoffenheimer, wo normalerweise die lautesten Anhänger sitzen, blieb daraufhin bis auf Szenenapplaus still. Im Stadion waren nur die Anfeuerungsrufe der Eintracht-Fans zu hören. Über den Gesundheitszustand des Zuschauers wurde zunächst nichts bekannt.

Den üblichen vor dem Anpfiff abgespielten Schlager «Sweet Caroline» kommentierten die Hoffenheimer Fans mit einem großen Spruchband: «Die Szene pfeift auf Caroline. Lasst den Blödsinn endlich sein. In Stadionshow und Marketing steckt zu wenig Herzblut drin!!!» Der Refrain von «Sweet Caroline» (ein Song von Neil Diamond) wird inzwischen öfter in Fußball-Stadien gespielt. In Belfast ist der komplette Song fester Bestandteil des Repertoires der besonders sangesfreudigen nordirischen Fußball-Fans vor und während der Spiele. (dpa/wg)