1899 Hoffenheim: Kein Sieger beim Derby

Andrej Kramaric hat mit seinem Führungstor für die TSG 1899 Hoffenheim in Stuttgart den Vereinsrekord von Sejad Salihovic eingestellt. Der kroatische Vize-Weltmeister verbuchte gegen den VfB in der 42. Minute seinen 46. Treffer in der Fußball-Bundesliga. Salihovic hatte zwischen 2008 und 2015 ebenso viele Tore für die Kraichgauer erzielt. Für Kramaric war es der 13. Saisontreffer.

Ausgerechnet Steven Zuber hat dem VfB Stuttgart im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wenigstens einen Punkt beschert und die Europapokal-Hoffnungen der TSG 1899 Hoffenheim gedämpft. Der von den Kraichgauern ausgeliehene Schweizer sorgte mit seinem Treffer in der 66. Minute für den 1:1 (0:1)-Endstand im Baden-Württemberg-Duell. Die Hoffenheimer ärgerten sich über die zehnte Partie in dieser Saison, in der sie aus einer Führung keinen Sieg machten.

Eine ähnlich torreiche Partie wie bei der 0:4-Niederlage des VfB im Hinspiel deutete sich auch diesmal an. In den vergangenen 18 Bundesliga-Duellen zwischen beiden Teams waren immer Tore gefallen. Auch diesmal entwickelte sich früh eine unterhaltsame, aber teilweise auch zerfahrene Partie mit vielen Strafraumszenen. Schon in der 4. Minute musste Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann gegen VfB-Angreifer Alexander Esswein eine erste starke Parade zeigen. Und das Tempo blieb hoch. Hoffenheim erarbeitete sich zunächst ein Chancenübergewicht, dann aber schlugen die Gastgeber beinahe zu: Eine Direktabnahme des Ex-Hoffenheimers Andreas Beck (37.) ging allerdings an den Innenpfosten.

Beeindrucken ließ sich die TSG aber auch davon nicht – und schlug nur fünf Minuten später zu. Nach schöner Vorarbeit von Ishak Belfodil erzielte der starke Kramaric aus kurzer Distanz sein 46. Bundesliga-Tor für die TSG. Nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel hätte Pavel Kaderabek fast das 2:0 erzielt – sein Kopfball nach Demirbay-Ecke landete jedoch am Pfosten. Demirbay (64.) hätte fast nachgelegt, ehe der von Hoffenheim ausgeliehene Zuber die Schwaben aufweckte. Einen flachen Pass von Beck musste der Schweizer aus kurzer Distanz nur noch zum Ausgleich einschieben. (mho/dpa)