1899 Hoffenheim: Kramaric trifft vier mal und demütigt BVB – Mit Auswärtssieg direkt in die Europa-League

Besser hätte es nicht laufen können. 1899 Hoffenheim siegte am letzten Bundesliga-Spieltag mit 4:0 bei Borussia Dortmund und ebnete sich damit den direkten Weg in die Europa-League. Und es bewahrheitete sich erneut: Dortmund ist an einem letzten Spieltag ein gern genommener Gegner der Hoffenheimer. Die Kraichgauer landeten in den letzten Jahren schon mehrfach in letzter Minute Big Points gegen den BVB.

Was für ein peinliches Saisonfinale dagegen für die Dortmunder. Beim 0:4 gegen Hoffenheim bot der Meisterschaftszweite mal wieder ein Beispiel für unerklärliche Formschwankungen. Das dürfte für neue unliebsame Diskussion sorgen. Dagegen gab es beim Gast Grund zur Freude – dank Andrej Kramaric.

Als die Hoffenheimer im Mittelkreis tanzten und lauthals Europapokal-Lieder anstimmten, waren die Dortmunder schon längst in der Kabine verschwunden. Das peinliche 0:4 (0:2) zum Saisonabschluss verhagelte allen Beteiligten mächtig die Stimmung. Nur eine Woche nach dem imponierende Auftritt beim 2:0 im Spitzenspiel bei RB Leipzig bezog das Team von Lucien Favre eine denkwürdige Niederlage, die neue Zweifel an der Charakterstärke des Teams schüren dürfte.

Zum Leidwesen der Borussen lief Andrej Kramaric zu großer Form auf. Mit seinen vier Treffern besiegte der Kroate den Revierclub fast im Alleingang. Damit gelang seinem Team noch der Sprung auf Tabellenrang sechs, der den direkten Weg in die Europa League ebnete. Die ungeliebten Qualifikationsspiele bleiben den Kraichgauern erspart. Sportdirektor Alexander Rosen geriet angesichts der famosen Vorstellung des zuletzt vom Verletzungspech geplagten Kramaric ins Schwärmen: „Die TSG mit Kramaric ist eine andere Mannschaft als ohne Kramaric. Er hat nicht nur diese Scorer-Qualität, sondern arbeitet
auch sehr viel. Wir sind froh, dass er uns zum Saisonabschluss wieder zur Verfügung stand.“

Mit leuchtenden Augen ließ Rosen die Spielzeit Revue passieren: „Das war ein grandioser Abschluss einer anspruchsvollen Saison. Und das war nach einem solchen Umbruch im Sommer nicht unbedingt zu erwarten.“ (mho/dpa)