1899 Hoffenheim: Trost- und torlos – Hoeneß-Team punktet beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen

Keine Tore, kaum Chancen, Fehler am Fließband: Die kurze Ära der Montagsspiele in der Fußball-Bundesliga ist mit einer ganz trostlosen Nullnummer zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Bayer Leverkusen beendet worden. „Das war ein sehr intensives Spiel. Es hat ein bisschen wehgetan. Dass es 0:0 ausgeht, ist natürlich ein bisschen schade“, sagte Leverkusens Sven Bender, der als
Innenverteidiger noch einer der Besten in der höhepunktarmen Partie zum Abschluss des 28. Spieltags war.

„Wir haben schon ein anderes Gesicht gezeigt heute. Nach vorne hat es weniger gut geklappt, das müssen wir noch besser machen“, befand Hoffenheims Mittelfeldspieler Florian Grillitsch, der das Spiel als „nicht Fisch, nicht Fleisch“ einordnete. Für die TV-Zuschauer, die sich angesichts zweier starker Offensivreihen auf Spektakel freuen durften, war es ganz spärliche Rohkost. Stadionzuschauer sind
inmitten der Corona-Pandemie weiterhin untersagt.

Irgendwie zufrieden waren aber doch alle. Leverkusen ist nach zwei Spielen unter Trainer Hannes Wolf noch ungeschlagen, Hoffenheim hat nach drei Pleiten in Serie immerhin mal wieder gepunktet. Nicht viel zugelassen, gut verteidigt: Beide Teams betonten das Positive, die Wahrheit war aber auch: attraktiven Bundesliga-Fußball gab es in der Sinsheimer Arena überhaupt nicht zu sehen.
Nach den Niederlagen gegen Stuttgart (0:2), Mainz (1:2) und zuletzt Augsburg (1:2) war der Punkt für die TSG auch wichtig, um Abstand von der Abstiegszone zu gewinnen. Auch wenn man sich mit 31 Zählern und unverändert hoher individueller Klasse selbst gar nicht so wirklich im Kampf um den Klassenverbleib wähnt. „Ich denke eher nicht. Wir wissen schon, welche Qualität wir haben. Wir beschäftigen uns nicht damit, wie viele Punkte wir noch brauchen, damit wir nicht absteigen“, sagte Österreichs Nationalspieler Grillitsch.

Der vor allem bei Fans ungeliebte Termin am Montagabend fällt ab der Spielzeit 2021/22 dann weg. (mho/dpa)