1899: Hoffenheims Coach Hoeneß von Super-League-Plan «fast sogar geschockt»

Trainer Sebastian Hoeneß von der TSG 1899 Hoffenheim sieht die Pläne zur Einführung einer europäischen Super League «sehr kritisch». «Ich bin fast sogar geschockt, nachdem ich gelesen habe, um was es da geht», sagte der 38-Jährige bei einer Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten am Dienstag. Dies sei keine gute Entwicklung für den Fußball. «Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht den Kontakt zu den Fans verlieren», warnte Hoeneß.

Er habe «keinen Bock» darauf, fünfmal im Jahr Real Madrid gegen Manchester United zu sehen und hoffe sehr, dass man das Rad noch zurückdrehen könne. Zwölf europäische Spitzenclubs, darunter der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht zum Montag die Gründung einer milliardenschweren Super League angekündigt. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der Europäischen Fußball-Union.

 

Unterdessen hat die TSG 1899 Hoffenheim vor der Bundesliga-Partie gegen Borussia Mönchengladbach erneut große personelle Sorgen. Neben den Langzeitverletzten Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Dennis Geiger und Konstantinos Stafylidis fehlen am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) weiterhin die Routiniers Sebastian Rudy und Kevin Vogt. Auch Youngster Marco John ist nicht einsetzbar. Der 19-Jährige laboriert an einer Fußverletzung und steckt zudem in Abiturprüfungen.

Außerdem fallen Kevin Apkoguma und Mijat Gacinovic angeschlagen aus. Dafür steht der für den Spielaufbau so wichtige Florian Grillitsch wider Erwarten zur Verfügung. «So wie es ausschaut, kann er spielen», sagte Hoeneß am Dienstag über den österreichischen Nationalspieler, der sich beim 0:0 in Leipzig erneut die Schulter ausgekugelt hatte.