1899: Knappe Niederlage in Dortmund und Ärger über Schiri

Dortmund. Sie lieferten den Westfalen ein Kampfspiel, kamen aber trotzdem mit leeren Händen aus Dortmund zurück: Mit 0:1 (0:1) unterlag die TSG Hoffenheim am Freitag Abend beim BVB. Nationalspieler Ilkay Gündogan erzielte in der 17. Minute das alles entscheidende Tor für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp.

Klopp war es, der die Partie zum „High-Noon-Spiel“ erklärt hatte. Mit seiner Aufstellung sorgte er für einen Paukenschlag: Gleich vier
Weltmeister waren nicht dabei beim Tabellenletzten. Torhüter Roman Weidenfeller wurde durch den Australier Mitchel Langerak ersetzt; Kevin Großkreutz, Erik Durm und Matthias Ginter gehörten ebenfalls nicht zur Anfangsformation. Dafür stand Kapitän Mats Hummels nach auskurierter Bänderdehnung wieder in der Startelf und stabilisierte die Abwehr.

Als der Berliner Schiedsrichter Felix Zwayer anpfiff, war auch der BVB vor 80 000 Besuchern in der ausverkauften Signal-Iduna-Arena hellwach. Gündogan nutzte gleich den ersten durchdachten Angriff, köpfte das Leder nach Flanke von Pierre-Emerick Aubameyang zum Führungstreffer ein. Die Hoffenheimer zielten vor der Pause durch Sven Schipplock (37.) nur einmal auf das Tor von Langerak.

Nach dem Wechsel überraschte die Hoffenheimer die Hausherren. Pirmin Schwegler spazierte durch das gesamte Mittelfeld und konnte nur durch
ein Foul kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt werden. Den Freistoß von Sebastian Rudy lenkte Hummels reaktionsschnell zur Ecke – sein Keeper wäre machtlos gewesen. Danach hatte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol Glück, als ein regulärer Treffer von Aubameyang (53.) wegen Abseits nicht gegeben wurde. Wenig später hätte der Gabuner für die Vorentscheidung sorgen können, doch er scheiterte genauso an Torhüter Oliver Baumann wie Mats Hummels (63.) mit seinem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke. Erneut Augameyang (74.) und Gündogan (81.) vergaben weitere gute Möglichkeiten.

Die Hoffenheimer indessen haderten nach dem Schlußpfiff mit dem Schiedsrichter, der ihnen kurz zuvor nach einem Foul von Subotic an den eingewechselten Elyounoussi einen Strafstoß verweigert hatte.  „Wir hätten einen hundertprozentigen Elfmeter bekommen müssen, der Schiedsrichter und sein Assistent hatten freie Sicht“, sagte Gisdol. Klopp wollte dem nicht widersprechen: „Hoffenheim hätte einen Elfmeter kriegen können“, so sein Urteil. Allerdings vergaß er nicht hinzuzufügen: „Aber wir haben ein ganz klar reguläres 2:0 gemacht. Unsere Situation ist nicht rosig, da wäre es schon schön, wenn die Tore, die wir erzielen, auch zählen würden.“ (dpa/wg)