1899: Magerkost in Ostwestfalen

Die TSG Hoffenheim kommt bei Aufsteiger Paderborn nicht über ein torloses 0:0-Unentschieden hinaus. Die Kraichgauer, die sich nach dem 3:0 gegen den Hamburger SV Hoffnungen auf die Europa League machten, ließen vor allem im Offensivspiel viele Wünsche offen.

Wegen der Gelbsperre von Pirmin Schwegler musste Chefcoach Markus Gisdol umstellen. Für den Schweizer spielte Eugen Polanski zusammen mit Sebastian Rudy auf der Doppelsechs. Auf die linke Mittelfeldseite rückte Tarik Elyounoussi. Weil beide Mannschaften vor 14.401 Zuschauern früh attackierten, entwickelte sich ein intensives, aber auch sehr zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlpässen. Die TSG  agierte spielerisch reifer, übte vor der Pause aber nur durch einen Weitschuss von Kevin Volland (27.) etwas Gefahr auf das Tor von Paderborn aus. Die Hausherren erwischten nach rund 30 Minuten eine gute Phase, als Srdjan Lakic zweimal die Führung zunächst auf dem Fuß und anschließend auf dem Kopf hatte.

Auch nach dem Seitenwechsel drückten die Ostwestfalen weiter aufs Tempo gegen die Europa-League-Anwärter: Die dickste Chance vergab Abwehrchef Uwe Hünemeier (54.), nachdem Linksverteidiger Daniel Brückner vier Hoffenheimer umkurvt hatte. Danach mussten sich die Gäste mit einem Mann weniger erwehren: Bicakcic sah nach wiederholtem Foulspiel zum zweiten Mal Gelb, macht Gelb-Rot und bedeutet Platzverweis. Aber die Badener fighteten und ihr Torhüter hatte einen guten Tag: Auch der Kopfball von Thomas Ziegler (68.) konnte Oliver Baumann nicht überwinden. Bei Hoffenheim überzeugten darüber hinaus Nationalspieler Sebastian Rudy und Eugen Polanski. (wg)