1899: Nagelsmann will Negativserie in der Fremde mit Sieg durchbrechen

Gegen den Negativtrend auf fremden Plätzen hat Trainer Julian Nagelsmann von Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim ein einfaches Rezept. „Wir wollen die dritte Auswärtspleite nacheinander vermeiden, indem wir das Spiel gewinnen“, sagte er am Freitag und lachte. Auch bei den Niederlagen in Leipzig und Wolfsburg (jeweils 1:2) habe sein Team nicht grundlegend schlecht gespielt. „Aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt.“ In der Partie gegen den FC Schalke 04 am Sonntag soll das anders werden. „Wir wollen unsere Chancen nutzen“, sagte Nagelsmann. Er denke, dass seine Mannschaft insbesondere aus der schlechten zweiten Halbzeit in Wolfsburg und der klaren Ansprache danach Lehren gezogen habe. „Das hat man schon gegen Darmstadt gesehen – wir waren in den Zweikämpfen aggressiv und haben voll dagegengehalten“, sagte Nagelsmann mit Blick auf den 2:0-Heimsieg am vergangenen Spieltag. Fehlen wird den Kraichgauern auf Schalke Angreifer Mark Uth, der in dieser Saison bereits sechs Liga-Tore erzielt hat. Seine Rippenverletzung aus dem Spiel gegen Wolfsburg entpuppte sich als gravierender als zunächst gedacht. „Wir haben ihn noch einmal untersuchen lassen und unter anderem eine muskuläre Verletzung am Rippenbogen festgestellt“, sagte Nagelsmann. „Er wird wohl drei bis vier Wochen ausfallen.“ Ebenfalls fehlen werden Mittelfeldmann Lukas Rupp (Knieprobleme) sowie die beiden Verteidiger Fabian Schär (Adduktorenprobleme) und Jeremy Toljan (erneute Muskelverletzung). Abwehrspieler Benjamin Hübner kehrt dagegen nach abgesessener Gelbsperre in die Mannschaft zurück. Nagelsmann warnte davor, Schalke zu unterschätzen. „Das wird kein einfaches Auswärtsspiel“, sagte er. Der Gegner stehe zwar immer noch nicht da, wo sie gern stehen würden, aber: „Als sie in der Vorrunde bei uns waren, hatten sie eine Ergebniskrise. Das Vertrauen hat gefehlt. Ich glaube, das ist immer noch nicht bei 100 Prozent, aber schon deutlich besser.“ Schalke spiele nun in einer anderen Grundordnung, die sehr gut zu den Spielern passe. Zudem habe der Verein in der Winterpause mit dem österreichischen Angreifer Guido Burgstaller einen Spieler verpflichtet, der nicht nur Tore erziele, sondern auch sehr unangenehm zu bespielen sei. „Er läuft brutal viel an und stört das Aufbauspiel“, sagte Nagelsmann. Die Dreifach-Belastung für Schalke aus Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League spielt für Nagelsmann in der Vorbereitung keine Rolle – auch wenn sie am Ende den Ausschlag geben könnte. „Sie werden topfit ins Spiel gehen, aber wir werden sehen wie sie über die kompletten 90 Minuten kommen. Die sechste oder siebte englische Woche nacheinander zehrt schon an den Kräften.“ (dpa)