1899: Remis an der Weser

Bremen. An der Weser war mehr drin als nur ein Unentschieden: 1:1 (0:1) hieß es am Ende des ersten Auswärtsspiels der Kraichgauer in Bremen. Die Hoffenheimer Führung durch Roberto Firmino (19. Minute) glich Werder-Zugang Alejandro Galvez (59.) mit einem Volleyschuss aus. Trotz großen
Einsatzes gelang es nicht, die Gäste-Abwehr noch ein zweites Mal zu überwinden.

Die als Tabellenführer angereisten Hoffenheimer präsentierten sich vor 38 900 Zuschauern als technisch bessere Mannschaft. Der Ball lief deutlich flüssiger als bei Werder durch die eigenen Reihen. Vor allem Torschütze Roberto Firmino war stets um schnelles Direktspiel bemüht. Dagegen kam das von Trainer Robin Dutt auf drei Positionen veränderte Bremer Team anfangs nicht richtig in Schwung.
Sebastian Prödl stand nach überstandener Verletzung wieder in der Startelf. Der österreichische Abwehrchef konnte seine Deckung aber nur knapp 20 Minuten zusammenhalten. Nach einem feinen Pass von Sebastian Rudy enteilte Roberto Firmino dem zu langsamen Izet Hajrovic, tanzte auch noch Werder-Keeper Raphael Wolf aus und vollstreckte eiskalt zur Hoffenheimer Führung. Die Bemühungen der Gastgeber um ein Tor verliefen in der ersten Halbzeit zu zögerlich. U 19-Europameister Davie Selke kämpfte zwar unermüdlich, wurde aber beim Tor-Abschluss in der 14. Minute vom Hoffenheimer Ermin Bicakcic noch gestört. Die beste Chance hatte Hajrovic (40.) mit einem Freistoß. 1899-Keeper Oliver Baumann konnte den Ball mit Mühe zur Ecke lenken.

Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Hoffenheimer zunächst auf Offensive. Innenverteidiger Niklas Süle (53.) vergab nach einer Ecke die große Chance zum 2:0. Die Aktion wirkte wie ein Wachmacher für Werder. Die Bremer spielten nun mutiger nach vorne und schafften durch Galvez den verdienten Ausgleich. Am Ende hatte Hoffenheim sogar großes Glück, dass Prödl, Franco di Santo und Nils Petersen mit einem Pfostenschuss gute Bremer Chancen vergaben. (dpa/wg)