1899: „Werde die ganze Sache steuern“ – Trainersuche hat begonnen

Sportchef Alexander Rosen wird vorerst der neue starke Mann auf der Bank bei der TSG 1899 Hoffenheim. „Ich werde extrem nah dabei sein und die ganze Sache steuern“, sagte der 41-Jährige am Dienstag nach der überraschenden Trennung von Trainer Alfred Schreuder. „Aber nicht im Trainingsanzug und nicht in Fußballschuhen.“ Rosen verfügt über die Trainer-A-Lizenz, ihm stehen in den restlichen vier Spielen der Kraichgauer in der Fußball-Bundesliga gleich fünf Personen dabei zur Seite: Der bisherige Schreuder-Assistent Matthias Kaltenbach, Torwarttrainer Michael Rechner, Videoanalyst Timo Gross sowie Marcel Rapp und Ex-Profi Kai Herdling aus der clubeigenen Akademie. Für die neue Spielzeit sei aber „grundsätzlich davon auszugehen, dass wir eine externe Lösung erwarten können“.

Der Vertrag des Niederländers Schreuder war wegen „Differenzen bei der Zukunftsplanung“ aufgelöst worden. Rosen nannte keine Details. Er räumte aber ein, dass es dabei auch um Personalien ging. So ist bei den Kraichgauern weiter offen, was mit dem von Schalke 04 bis zum 30. Juni ausgeliehenen Nationalspieler Sebastian Rudy passiert. Die Saison sei „auf jeden Fall nicht konstant gewesen“. Rosen peilt mit dem derzeitigen Tabellensiebten die Europa-League-Teilnahme an. „Es gibt nicht mehr viel zu verlieren, es gibt viel zu gewinnen“, betonte er in einer Telefonschalte mit Journalisten. (dpa/wg)