1899: Wir sind dann mal weg aus der Abstiegszone

Hoffenheim entfernt sich von der Abstiegszone, während für Eintracht Frankfut der fünfte Bundesliga-Abstieg näher rückt. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac unterlag am Samstag dem direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:0). Die beiden Joker Nadiem Amiri (62. Minute) und Mark
Uth (90.) erzielten die Tore in dem für beide Krisenclubs so wichtigen Spiel. Hoffenheim hat sich als 14.
weiter Luft verschafft. Im neunten Spiel unter Trainer-Novize Julian Nagelsmann war es bereits der
fünfte Sieg.

Hoffenheim begann gehemmt, die Eintracht sehr engagiert – eine spielerische Linie fanden beide lange nicht. So behalfen sich die Teams zunächst meist mit Flanken, oft aus dem Halbfeld. Die Hoffenheimer traten vor 51 000 Zuschauern in der Frankfurter Arena ohne den Kapitän und Ex-Frankfurter Pirmin Schwegler (Bänder-Blessur) an – und ohne großes Selbstbewusstsein. Jedenfalls zeigten die Gäste lange nichts von dem Schwung, den sie anfangs unter ihrem neuen Chefcoach Nagelsmann entfacht haben.
Nach einer halben Stunde endlich hatten die beiden Abstiegskandidaten Boden unter den Füßen gefunden. Andrej Kramaric, der einst unter Kovac kroatischer Nationalspieler wurde, hatte in der 34. Minute gleich zwei Einschussmöglichkeiten, Eintracht-Keeper Lukas Hradecky rettete jedoch. Das wiederum machte die Frankfurter munter: Sowohl Castaignos (36.) als auch Änis Ben-Hatira (39.) schossen jeweils Schlussmann Oliver Baumann an.

Der Ex-Hoffenheimer David Abraham hätte nach dem Wiederanpfiff beinahe jubeln dürfen: Bei seinem Kopfball rettete Jeremy Toljan gerade noch auf der Torlinie. U21-Nationalspieler Amiri zeigte dann Kollegen und Kontrahenten, wie es geht: Mit einem unwiderstehlichen Spurt von der Mittellinie ließ
der 19-Jährige die Frankfurter stehen und schoss ins linke Toreck ein. Verbissen kämpfte Frankfurt um den Ausgleich, doch die Hessen rannten sich immer wieder in der 1899-Hintermannschaft fest. Nach einem Konter und einem Fehler von Hradecky machte der eingewechselte Uth mit dem 2:0 alles klar. So konnte Nagelsmann seine Bilanz auf 17 Punkte in neun Spielen ausbauen, während sein Kollege Kovac einen ganz herben Rückschlag hinnehmen musste. (dpa/wg)