2. Handball-Bundesliga: SGL macht ihrem Trainer ein Geburtstagsgeschenk – 35:31 gegen TSV Altenholz

(rkü) „Drei Spiele ungeschlagen“ – das könnte durchaus auf dem Wunschzettel von Marc Nagel gestanden haben. Der Trainer der SG Leutershausen feierte beim Heimspiel gegen den Tabellen-Neunzehnten TSV Altenholz seinen 44. Geburtstag, und seine Mannschaft verpackte ihm dieses Geschenk mit Schleifchen: Mit 35:31 (19:16) sicherten sich die „Roten Teufel“ den Sieg – wenn sie es auch am Ende spannender machten als nötig.

Schon direkt nach dem Anwurf spielte in der Heinrich-Beck-Halle nur eine Mannschaft: Die SGL. Präzise wie ein Uhrwerk lieferte sie Tore im Minutentakt – fast eine Viertelstunde lang. Perfekt eingestellt agierte die Truppe von Marc Nagel, stellte sich flexibel auch auf die dynamisch kreuzende TSV-Offensive ein, fing Bälle ab und kam so zu den wichtigen „einfachen“ Treffern. Die Zwischenbilanz zur 12. Minute sah blendend aus: 12:5 lagen die Hausherren vorne – wer sollte sie an diesem Abend bremsen? Dann aber schlichen sich die ersten Fehler ein. Die SGL-Abwehr offenbarte Lücken, die die Gäste umgehend nutzten. Eine Fackel von Manuel Frietsch in der Schlusssekunde der ersten Hälfte sicherte den Bergsträßern eine Drei-Tore-Führung zur Pause – 19:16. „Mit der deutlichen Führung hatte ich nicht gerechnet“, so Marc Nagel, „ich habe der Mannschaft in der Kabine gesagt, dass sie eine Klasse-Leistung abliefern.“

Die Dominanz der „Roten Teufel“ war im zweiten Spielabschnitt zwar nicht mehr so offensichtlich wie zu Beginn, immerhin aber hielten sie den Vorsprung lange Zeit konstant. Eng wurde es erst sieben Minuten vor Schluss: Altenholz kam auf 28:27 heran – nicht zuletzt, weil die SGL drei Siebenmeter vergab. „Außerdem sind wir nicht mehr in die Zweikämpfe gegangen, das hat Altenholz sofort ausgenutzt“, analysierte der Coach. „Kämpfen!“, skandierten die 600 Zuschauer, nun wieder hellwach. Das nahmen sich die Rothemden zu Herzen und legten nach einer Auszeit wieder eine Schippe drauf. Marc Nagel: „Jan Forstbauer hat in dieser Situation die Verantwortung übernommen und ein wichtiges Tor gemacht. Das sind Erfahrungswerte, die uns weiterbringen, wenn es in anderen Spielen wieder einmal knapp wird.“ Aber Forstbauer war nicht der einzige Garant für den SGL-Sieg: Volk und zwei Mal Ruß legten nach – diese vier Tore in Folge und eine furiose Schlussphase brachten sie aus der Gefahrenzone. Das 35:31 – eine gute Ausgangsposition für das Duell gegen den direkten Tabellenkonkurrenten Saarlouis bereits am kommenden Mittwoch. Klare Ansage aus Leutershausen: „Diese zwei Punkte wollen wir so sehr wie nichts sonst.“ Ab 20 Uhr geht es los.

SG Leutershausen: Ullrich, Koch, Frietsch 5, Wilde, Räpple, Forstbauer 3, Ruß 8/2, Prestel 2, Volk 4, Durak 4/1, Geppert 4, Conrad, Dippe 1, Schulz 4.