Region: Wegen Corona – Behörden versuchen Infektionsrisiko einzudämmen

Nachdem ein Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis durch den Coronavirus erkrankte und in der Uniklinik Heidelberg behandelt wird, gibt es bislang offenbar keine neuen Krankheitsfälle in der Region. Die Behörden in Baden-Württemberg versuchen, das Risiko von Infektionen mit dem neuartigen Virus zu verringern. Nach Kindern, Schülern, Lehrern und vielen Beamten sollen nun auch Polizisten zunächst
vorsorglich zu Hause bleiben, wenn sie in den vergangenen Tagen aus einem Risikogebiet für das Coronavirus zurückgekehrt sind. Dies gelte unabhängig von eigenen Krankheitssymptomen, wie aus einem internen Schreiben des Innenministeriums hervorgeht, das der dpa vorliegt. Die Beamten würden vom Dienst freigestellt, bis ihr Gesundheitszustand zweifelsfrei geklärt sei. Als Risikogebiete nennt das Ministerium die norditalienische Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua (Region Venetien) sowie Teile Chinas, des Irans und Südkoreas. Zuvor hatte bereits das Kultusministerium eine ähnliche Vorgabe für Kindertagesstätten und Schulen herausgegeben. Unklar ist, wie viele Menschen von diesen Einschränkungen betroffen sind. In Baden-Württemberg sind bislang 14 Krankheitsfälle bekannt, der 55-Jährige aus dem Rhein-Neckar-Kreis ist einer davon. (mho/dpa)