Rheinland-Pfalz: Nach Biden-Wahl – Hoffnung auf Verbleib von US-Soldaten besteht

Mit der Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden sind in Rheinland-Pfalz die Hoffnungen auf einen Verbleib der US-Soldaten im Bundesland gewachsen. «Wir gehen davon aus, dass jetzt viele Dinge in Bewegung kommen», sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Speicher, Manfred Rodens (CDU). Er sei «ganz optimistisch», dass die Dinge «zu unseren Gunsten» ausfallen würden, und erwarte, dass es zu Gesprächen über die Abzugspläne komme. «In dieser Frage ist auf jeden Fall das letzte Wort noch nicht gesprochen.» Über den Sieg von Biden sei er «sehr erleichtert». US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die auf der Air Base Spangdahlem in der Eifel stationierte F-16-Kampfjetstaffel nach Italien zu verlegen. Dies hatte im Sommer einen Schock in der Region ausgelöst – auch, weil mit dem Weggang von geschätzt 2000 von 4000 Soldaten erhebliche wirtschaftliche Einschnitte erwartet werden. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) erhoffen sich von Bidens Sieg positive Auswirkungen auf den Verbleib der US-Truppen. Die US-Präsenz sei nicht nur seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Teil der internationalen Sicherheitspolitik, sondern auch geprägt von einer engen und freundschaftlichen Beziehung der Menschen zueinander, teilte Dreyer mit. Lewentz hofft, dass die Entscheidung, das Geschwader von Spangdahlem nach Italien zu verlegen, erneut überlegt wird – «sowohl aus militärisch-strategischer als auch aus finanzieller Sicht». (lrs/mj)