Mannheim: Nach Kraftwerks-Blockade – Umweltaktivist wegen Hausfriedensbruchs vor Gericht

Eine Protestaktion mehrerer Klimaaktivisten am Großkraftwerk Mannheim hat ein juristisches Nachspiel. Ein Demonstrant musste sich heute unter anderem wegen Hausfriedensbruchs vor dem Amtsgericht verantworten. Der 21-Jährige soll im August letzten Jahres zusammen mit vier weiteren Klimaschützern in das Gelände des Steinkohlekraftwerks eingedrungen und auf das etwa 20 Meter hohe Dach eines Kohleförderbandes geklettert sein. Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben auf die Folgen der Steinkohle-Verstromung aufmerksam machen. Spezialkräfte nahmen die Demonstranten nach etwa fünf Stunden fest. Die Staatsanwaltschaft klagte laut Gericht nur den 22-Jährigen an, weil die anderen nicht ermittelt werden konnten. Der Physikstudent verteidigte sein Vorgehen als zivilen Ungehorsam. (mho)